Schiff gesunken: Den Kanaren droht eine Öl-Verschmutzung

Der Untergang eines russischen Fischereischiffs bedroht die Kanarischen Inseln. In der Nacht zu Mittwoch war der Trawler mit 1400 Tonnen Treibstoff an Bord gesunken. Das Schiff hatte vor Gran Canaria Feuer gefangen und konnte nicht mehr gerettet werden.

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Das russische Fischereischiff war bereits am Samstag in Brand geraten. Schnell war die Hauptstadt Gran Canarias in dichten Rauch gehüllt. Die örtliche Feuerwehr versuchte mehrfach vergeblich, den Brand zu löschen. Nachdem die Besatzung gerettet und die Löschversuche gescheitert waren, wurde das Schiff am Sonntag aufs offene Meer hinaus gezogen.

Nach Havarie: 1400 Tonnen Treibstoff im Wrack vor den Kanaren

Die Behörden wollten mit dieser Maßnahme eine Umweltkatastrophe in direkter Küstennähe vermeiden. Im Süden Gran Canarias hatte es erst im Vorjahr einen Ölteppich gegeben. Nach dem Abschleppen ist die 108 Meter lange Oleg Naydenov schließlich am frühen Mittwochmorgen auf dem offenen Meer gesunken.

Den Kanaren droht nun eine Ölverschmutzung, denn das im Jahr 1990 in Stralsund vom Stapel gelaufene Hochseeschiff hatte zum Zeitpunkt des Untergangs rund 1400 Tonnen Treibstoff an Bord. Es liegt nun etwa 25 Kilometer südlich von Gran Canaria in rund 2700 Metern Tiefe. Ursprünglich sollte das Schiff auf mindestens 50 Kilometer Distanz zu den Ferieninseln hinaus gezogen werden.

Erster Ölteppich vor den Kanarischen Inseln entdeckt

Nach Behördenangaben habe die spanische Seerettung nahe der Havariestelle bereits einen Ölteppich entdeckt. Die Treibstoffreste würden sich von den Kanaren weg aufs offene Meer hinaus bewegen, hieß es.

Zur Beseitigung der Öl-Verschmutzung sei bereits ein Spezialschiff entstand worden. Ob und in welcher Form eine nachhaltige Umweltbelastung entsteht, hängt von verschiedenen Faktoren wie Strömung und Beschaffenheit des Wracks ab. Die Behörden prüfen derzeit verschiedene Maßnahmen, die drohende Belastung einzuschätzen und dauerhaft einzudämmen.

„Trawler“ werden mit Schleppnetzen ausgerüstete Hochseefischerei-Schiffe genannt. Die Oleg Naydenov war auf Gran Canaria für einen Einsatz in Richtung mauretanischer Küste vorbereitet worden. Ursprünglich hätte sie am Samstag ablegen sollen. Aus diesem Grund war neben Verpflegung für den mehrwöchige Einsatz der 72-köpfigen Crew auch die große Menge Treibstoff an Bord.

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Veröffentlicht in: Kanaren, Aktuelle Nachrichten

2 Kommentare

  1. Andreas W. schrieb am

    Das Salvamento Maritimo spricht von Arguineguin… das ist der Südwesten. Die Hauptstadt liegt im Nordosten. Die wurde dennoch komplett eingeräuchert?

    • Teneriffa News schrieb am

      Hallo Andreas! Ja, der Brand war im Hafen von Las Palmas ausgebrochen. Gesunken ist das Schiff schließlich auf dem Atlantik.

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