Präsident des Impf-Verbands: Dritte Dosis in Spanien möglich


In Spanien ist eine dritte Corona-Impfung möglich. Der Präsident des nationalen Impf-Verbands schloss ein solches Szenario nicht aus. Zum Thema Impfung für Kinder ist die Meinung dagegen klarer. Vorerst müsse jedoch der reguläre Impfplan zu Ende gebracht werden.

Lesedauer: 2 Min.

Der Präsident des spanischen Impf-Verbands, Amós García, hält eine dritte Corona-Impfung für möglich. Der Experte sagte, dass weiterhin wissenschaftliche Beweise fehlen würden, doch eine dritte Impfung sei „ein Szenario, das nicht ausgeschlossen werden kann“. Zunächst, sagte García, sei es jedoch wichtig, den Impfplan abzuschließen.

Dem Radiosender Canal Sur sagte García, dass es Länder gebe, „die noch keine einzige Dosis erhalten haben, während die Industrienationen schon eine dritte fordern“.

Entsprechend konnte auch er keine finale Antwort auf die Frage geben, ob die Impfung nun im jährlichen Turnus nötig werde. Der Präsident sagte, dies sei „möglich“. Doch aktuell könne es noch „nicht mit Sicherheit gesagt werden“.

Spanien bietet vorerst keine Impfung für Kinder unter zwölf Jahren an

Auf Impfungen für Kinder unter zwölf Jahren angesprochen, sagte García, dass die derzeitigen Impfstoffe diese Altersgruppe „nicht abdecken“. Es gebe aktuell „nicht genügend“ Studien zum Thema. Immerhin seien erste Analysen durchgeführt worden. „Aber solange die Zulassung nicht in den Datenblättern der Impfstoffe steht, ist es unmöglich, die Impfung von Minderjährigen in Betracht zu ziehen.“

Auf Kuba wurde unterdessen bereits ein Impfstoff für Kinder ab drei Jahren getestet. Erste Studien weisen keine Auffälligkeiten auf. Die Wirksamkeit des Vakzins liege laut Hersteller bei 91,2 Prozent. Mehr dazu im folgenden Video:

In Spanien gebe es laut García derzeit allerdings auch noch ausreichend Erwachsene, die geimpft werden könnten, dies aber bisher ablehnen. Einige davon hätten bisher aufgrund der Ferienzeit keine Termine angenommen, andere würden die Impfung pauschal ablehnen.

Insbesondere bei der letzten Gruppe müsse „Aufklärungsarbeit“ geleistet werden. Allerdings werde man nicht um jeden Preis versuchen, Menschen zu überzeugen. Einige Verweigerer seien „unverbesserlich“. García schloss mit den Worten: „Es ist unmöglich, gegen eine Ideologie anzukämpfen.“

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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