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Mittwoch, 10. Juni 2026
Kanaren

Stromausfall in Spanien: Warum auch die Kanaren den Notfallplan ausriefen

Ein großflächiger Stromausfall auf dem spanischen Festland sorgt für Vorsichtsmaßnahmen auf den Kanaren. Warum die Inseln den Notfallplan aktivierten.

Rund zehn Stunden lang legte ein historischer Stromausfall am Montag weite Teile Spaniens lahm. Die Kanarischen Inseln waren davon zwar nicht direkt betroffen, trotzdem setzte die Regionalregierung vorsorglich den Notfallplan in Kraft. Und genau darum geht es hier.

Mit diesem Schritt will man sicherstellen, dass auf mögliche Folgeprobleme schnellstmöglich reagiert werden kann. Auf dem Festland traf es vor allem Regionen wie Madrid, Andalusien und Katalonien. Den ersten Erkenntnissen zufolge steckte hinter dem Ganzen eine großflächige Störung im nationalen Hochspannungsnetz. Anzeichen für einen Cyberangriff gibt es bislang nicht.

Während die Stromnetze auf den Kanaren stabil blieben, entschied sich die Inselregierung dennoch zum Handeln. Schon wegen ihrer geografischen Lage verfügen die Kanarischen Inseln über ein weitgehend eigenständiges Stromnetz. Trotzdem wollte die Regionalregierung für jede Eventualität gewappnet sein. „Der Plan de Emergencias de Canarias (Peccan) wurde als reine Vorsichtsmaßnahme aktiviert“, erklärte ein Sprecher.

Stromausfall in Spanien: Kanaren aktivieren Peccan-Notfallplan aus Vorsicht

Wird der Peccan ausgerufen, lassen sich die verschiedenen Einsatzkräfte und Institutionen besser aufeinander abstimmen. Hinzu kommt, dass sich auf diesem Weg auch Ressourcen rascher mobilisieren lassen. „Wir können nicht ausschließen, dass sich Störungen im Festlandnetz indirekt auf uns auswirken“, hieß es von offizieller Seite weiter.

Auf dem spanischen Festland zog der Stromausfall gravierende Folgen nach sich. Gleich in mehreren Großstädten kam es zu Verkehrsstörungen, fielen Ampelanlagen aus und wurden Bahnverbindungen unterbrochen. Selbst Krankenhäuser und Flughäfen mussten kurzfristig auf Notstromaggregate zurückgreifen, um wenigstens einen Notfall-Betrieb am Laufen zu halten.

Auf den Kanaren verlief der Montag dagegen weitgehend normal. Störungen meldete weder Teneriffa noch Gran Canaria oder eine der übrigen Inseln. Der Peccan-Plan blieb trotzdem den ganzen Tag über aktiv, damit man im Ernstfall sofort eingreifen könnte.

Stromnetz auf den Kanaren unabhängig

Durch ihre Unabhängigkeit seien die Inselsysteme weniger anfällig für Störungen vom Festland, betonen Experten. Allerdings könnten externe Ereignisse, etwa über Versorgungsketten oder Kommunikationssysteme, auch auf den Archipel durchschlagen. Mit der Aktivierung des Notfallplans will die Regierung übermäßige Risiken vermeiden.

So unabhängig die Netze der Kanarischen Inseln auch sind, übermäßig sicher sind sie keineswegs. Das führte vor knapp zwei Jahren ein großer Stromausfall auf La Gomera vor Augen. Im Anschluss kamen eklatante Versäumnisse ans Licht. Mehr dazu lesen Sie nachfolgend:

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