Die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr britischer Touristen hat sich zerschlagen. Wie die BBC meldet, bleibt unter anderem ganz Spanien ein Risikogebiet der Stufe gelb. Zuvor waren aus Regierungskreisen Stimmen laut geworden, dass die Kanarischen Inseln und die Balearen ab Juni wieder als sichere Reisegebiete eingestuft werden.
Der öffentlich-rechtliche Sender berichtete, dass Großbritanniens Exekutive um Premierminister Boris Johnson nach Auswertung der aktuellen Datenlage zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Öffnung vorerst zu verschieben. Neben Spanien verbleiben auch Frankreich, Griechenland und Italien in dieser Warnstufe.
Portugal verbleibt somit vorerst als einziges EU-Land auf der grünen Liste. Allerdings spekulieren britische Medien bereits darüber, dass sich auch dieser Status aufgrund der aktuellen Entwicklungen vor Ort in Kürze ändern könnte.
Entscheidung gegen die Kanaren steht für mindestens drei Wochen
In UK werden die Einstufungen anderer Länder alle drei Wochen überprüft. Nach Rückkehr aus als grün eingestuften Ländern gilt keine Quarantäne-Pflicht. Bürger, die in Länder der gelben Warnstufe des Ampelsystems reisen, müssen nach ihrer Rückkehr hingegen für zehn Tage in Quarantäne und zwei Tests auf britischem Boden ablegen.
Nach Reisen in „rote Länder“ müssen sie nach ihrer Rückkehr sogar zunächst in eigens dafür angemietete Hotels einziehen. Die Kosten dafür tragen die Reisenden selbst.
Kanaren setzen auf britische Touristen
In Großbritannien gelten derzeit lediglich Australien, Brunei, die Falklandinseln, Färöer, Gibraltar, Island, Israel, Neuseeland, Portugal, Singapur sowie verschiedene kleinere Inseln als grüne Reisegebiete.
Für die Kanarischen Inseln sind Briten traditionell die wichtigste Zielgruppe. Sie stellen jedes Jahr die meisten Touristen. Dahinter folgt Deutschland auf Platz zwei. Der Tourismus ist mit rund 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der wichtigste Wirtschaftszweig der Inseln im Atlantischen Ozean.
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Rückschlag für die Kanaren: Briten halten Reisewarnung aufrecht
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