Vulkanausbruch auf La Palma: Lava zerstört 400 Häuser und 180 Hektar Land


Die Lava schiebt sich weiterhin langsam über La Palma. Seit dem Vulkanausbruch am Sonntag sind bereits 180 Hektar Land zerstört worden. Das ist die aktuelle Lage.

Lesedauer: 2 Min.

Der Vulkanausbruch auf La Palma sorgt weiter für Zerstörung. In den vergangenen 24 Stunden hat die Lava weitere 14 Hektar Land unter sich begraben. Damit steigt die zerstörte Fläche auf etwa 180 Hektar. Auf dem Weg in Richtung Tal hat sie bereits rund 400 Häuser zerstört. Das sind 40 mehr als noch am Vortag.

Diese Zahlen gehen aus den Bildern des europäischen Satelliten-Systems Copernicus hervor. Forscher werten sie täglich aus und beobachten so die Ausbreitung der Lava seit dem Ausbruch im Bereich der Vulkankette Cumbre Vieja im Südwesten La Palmas. Besonders betroffen von den aktuellen Entwicklungen ist demnach die Gemeinde El Paso.

Der technische Direktor des Vulkanologischen Instituts der Kanarischen Inseln (Pevolca), Miguel Ángel Morcuende, sagte, dass der Vulkan in eine Art „Mini-Stabilität“ eingetreten sei. Es könne allerdings nicht vorhergesagt werden, wie lang diese andauere.

La Palma: Aus vier Öffnungen strömt nach dem Vulkanausbruch weiter Lava

Die Lavaströme hätten sich dadurch zuletzt nochmals verlangsamt, hieß es. Zudem gebe es weiterhin neun Öffnungen, von denen allerdings nur noch vier aktiv seien, teilte das Pevolca mit.

Außerdem bestätigte Morcuende, dass es lediglich eine Spalte gebe und nicht wie zwischenzeitlich angenommen zwei. Diese kann sich vorgestellt werden wie eine virtuelle Linie, auf der sich alle neun Öffnungen befinden.

Die Warnstufe für La Palma bleibe zunächst auf rot stehen, teilte die regionale Regierung mit. So lange der Ausbruch andauert, wird dies voraussichtlich nicht geändert.

Vulkanausbruch auf La Palma: Kanarische Regierung kauft Häuser und Wohnungen für Betroffene

Zudem teilte die Regierung der Kanarischen Inseln mit, dass 280 Häuser gekauft werden sollen. Diese würden dann Familien zur Verfügung gestellt, die durch den Ausbruch ihr Heim verloren hatten. 257 davon seien Neubauten, die übrigen 23 stammen aus einem Förderprogramm, hieß es.

„Wir warten auf die Verabschiedung des königlichen Dekrets am kommenden Dienstag, das für den Wiederaufbau von wesentlicher Bedeutung sein wird“, sagte der Minister für öffentliche Arbeiten, Verkehr und Wohnungsbau, Sebastián Franquis, und fügte an, dass „das Wichtigste jetzt der Kauf von Häusern ist, um die Wohnungsnot zu bewältigen“. Sollte der Bedarf weiter steigen, „werden wir auch die Option von Fertighäusern in Betracht ziehen müssen“.

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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