Nach Vulkanausbruch: „La Palma ist ein Katastrophengebiet“


Der Präsident der Kanarischen Inseln hat europäische Hilfen beantragt. Er sieht La Palma nach dem jüngsten Vulkanausbruch als "Katastrophengebiet" an. Bereits mehr als 160 Häuser sind zerstört worden. Die Verantwortlichen Rechnen in den kommenden Tagen mit deutlich größeren Schäden.

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Die Regierung der Kanarischen Inseln hat offiziell Hilfen für La Palma beantragt. Dort sind nach dem Vulkanausbruch von Sonntag bereits mehr als 160 Häuser von der Lava niedergewalzt worden. Dennoch liege „die Priorität jetzt darin, Personenschäden zu vermeiden“, sagte Torres am Dienstag.

Die beantragte Unterstützung „wird verwendet, um die Zerstörung öffentlicher Infrastrukturen wie Straßen, Bildungseinrichtungen und Wasserversorgungsnetze zu reparieren und provisorische Unterkünfte zu schaffen“, sagte Torres: „Wir haben auch Hilfe für die Landwirtschaft beantragt, da La Palma jetzt ein Katastrophengebiet ist.“

„Eine der Bedingungen für die Beantragung von Hilfe ist, dass die Schäden mindestens ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Dass dies im Fall von La Palma erfüllt sei „ist klar“, erklärte der Kanaren-Präsident.

Die Vulkankette Cumbre Vieja hatte seit dem 11. September besondere Aktivität aufgewiesen. Am Sonntag kam es dann um 15.11 Uhr zum Ausbruch. Seither strömt aus inzwischen neun Öffnungen Lava. Sie ergießt sich über die Südwest-Flanke der Inseln allmählich in Richtung des Meeres.

Vulkanausbruch auf La Palma: Politik rechnet mit mehr als 1000 zerstörten Häusern

Der Präsident des Cabildo de La Palma, Mariano Hernández Zapata, sagte, dass die Zahl der zerstörten Häuser noch auf mehr als 1000 ansteigen könne. Außerdem seien bereits etwa 300 Bauernhöfe oder Gehöfte „verschwunden“.

Zudem appellierte der Insel-Präsident an die Bevölkerung und alle Touristen, die Arbeit der Rettungskräfte nicht zu behindern. Am Montagabend war es durch Schaulustige zu Behinderungen gekommen. „Es ist gefährlich, wenn Einsatzkräfte die Straßen nicht frei passieren können, sagte er: „Wir bitten Sie, die LP-3 nicht zu nutzen.“

Regierung sucht nach Einkommen für Betroffene des Vulkanausbruchs auf den Kanaren

Hernández ergänzte außerdem: „Wir hoffen, dass die Lava keine neuen Gebiete beeinträchtigt und der Schaden so gering wie möglich bleibt.“ Dennoch stehe „die Sicherheit der Menschen“ im Vordergrund.

Ähnlich formulierte es auch Kanaren-Präsident Torres: „Die Priorität liegt jetzt darin, Personenschäden zu vermeiden. Daher bitten wir die Bevölkerung, sich dem Vulkan oder der Lava nicht zu nähern, sondern auch auf die Notlage der Menschen zu reagieren, die durch den Ausbruch ihr Zuhause, ihr Land und ihre Arbeitsplätze verloren haben.“

Das kanarische Arbeitsamt suche bereits nach Mechanismen, um Menschen zu helfen, die ihre Lebensgrundlage verloren haben, ergänzte Torres.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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