Vulkanausbruch auf La Palma: Regen kann am Wochenende zum Problem werden


La Palma erwartet am Samstag Regen. Zusammen mit der Vulkanasche kann das eine gefährliche Mischung für viele Gebäude werden. Was die Behörden raten und was rund um den Vulkanausbruch noch passiert ist.

Lesedauer: 2 Min.

Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit soll es am Samstag im Norden von La Palma regnen. Das berichtet das spanische Wetteramt Aemet. Aufgrund des anhaltenden Vulkanausbruchs kann das problematischen werden.

Nach Angaben des Ministeriums für Nationale Sicherheit (DSN) kann die Asche durch den Regen besonders schwer werden. Der Notfallplan für Vulkanrisiken auf den Kanarischen Inseln (Pevolca) sieht daher vor, dass die Dächer vor Niederschlag von gereinigt werden müssen, da der Regen „einen sofortigen Anstieg des Gewichts der Asche“ nach sich ziehen werde. Gebäude könnten in der Folge einstürzen, hieß es.

In der besonders stark betroffenen Gemeinde Tazacorte beträgt die Niederschlagswahrscheinlichkeit 95 Prozent. Auch wenn es zunächst nur nach wenig Niederschlag aussehe, könnten im Falle einer Zunahme Probleme entstehen.

Der technische Direktor des Pevolca, Miguel Ángel Morcuende, sagte, dass einige Gebiete „ziemlich undurchlässig sind“ und es daher zu weiteren Problemen mit dem Wasser kommen könne.

Lavaströme fließen nach Südwesten – 6600 Menschen evakuiert

Der aktuelle Bericht des DSN weist zudem darauf hin, dass sich die Lavaströme im Nordwesten vereinigt haben und nun in südwestliche Richtung zu fließen scheinen. Dies werde weiterhin beobachtet, hieß es. Der untere Lavastrom nähert sich demnach weiter dem Atlantik. Zur Stunde sei er weniger als hundert Meter entfernt, hieß es.

Die Zahl der seit Beginn des Notstands in Sicherheit gebrachten Personen betrage zudem inzwischen rund 6600. Dort sind die präventiv Evakuierten von Mittwoch bereits eingerechnet.

Die seit dem Ausbruch Mitte September mit Lava überzogene Fläche beträgt inzwischen knapp 830 Hektar. Nach Angaben des Katasteramtes wurden 1196 Gebäude beschädigt oder vollständig zerstört. Andere Berichte weisen sogar weit mehr als 2000 zerstörte Gebäude aus.

Das bisher stärkste mit dem Vulkanausbruch auf La Palma einhergehende Erdbeben hatte eine Stärke von 4,8 auf der Richterskala. Es wurde in dieser Woche registriert. Die wissenschaftliche Sprecherin des Pevolca, María José Blanco, sagte am Donnerstag, dass die Zahl der Erdbeben in der Tiefe zwar rückgängig, ihre Stärke jedoch immer noch hoch seien.

Wie sich das Wetter am Wochenende genau entwickelt, sehen Sie in unserer aktuellen Wettervorhersage für La Palma.

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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