Knapp 1,7 Milliarden Euro Umsatz: Mit dieser Zahl hat die größte kanarische Einzelhandelskette ihr Geschäftsjahr beendet. Dinosol blieb damit nicht nur im Rahmen der eigenen Planung, sondern lag deutlich darüber, und das Wachstum gegenüber dem Vorjahr beziffert das Unternehmen auf 7,2 Prozent.
Jetzt kündigt die Kette eine Expansion sowie ein verändertes Einkaufsmodell an. Beides dürfte die Angebotsstruktur im lokalen Einzelhandel verschieben. Und gleichzeitig wächst damit der Druck auf die deutschen Discounter.
Seit Jahrzehnten ist Dinosol mit einem flächendeckenden Filialnetz auf den Kanarischen Inseln präsent und führt dort den Lebensmitteleinzelhandel an. Die vergangenen Geschäftsjahre verliefen alles andere als ruhig: Festland-Ketten und Discounter aus Deutschland sorgten für wachsenden Wettbewerb, und obendrein lasteten die erhöhten Logistikkosten auf den Inseln als anhaltender Kostendruck auf dem Geschäft. Das jetzt vorgelegte Ergebnis kehrt diesen Trend um und legt die finanzielle Grundlage dafür, das Filialnetz schneller auszubauen:
Dinosol plant Millionen-Investitionen auf den Kanaren
Gestützt auf das starke Jahresergebnis hat das Unternehmen ein Investitionsprogramm in Aussicht gestellt, das sich auf rund 90 Millionen Euro beläuft. Vorgesehen sind sowohl Neueröffnungen als auch umfassende Renovierungen bestehender Filialen, verteilt über mehrere Inseln.
Welche Standorte es konkret treffen wird, wollte das Unternehmen vorerst nicht sagen. Aus der Zentrale heißt es allerdings, die Umsetzung solle zügig beginnen und die Expansion sich auf mehrere Inseln verteilen.
Daneben möchte Dinosol mehr Waren bei lokalen Produzenten beziehen. Mit dieser Strategie sollen kanarische Erzeuger fester in die Lieferkette eingebunden werden. Für die Verbraucher auf den Inseln läuft das mittelfristig auf ein breiteres Angebot an regionalen Produkten in den Filialen hinaus.
Superdino: Wachstumskurs auf den Kanaren
Die Investitionen sollen zugleich den Wettbewerbsdruck auf kleinere Anbieter erhöhen. Und je dichter das Filialnetz wird, desto besser fällt die Versorgungslage in weniger zentralen Lagen auf den Inseln aus.
Mit seinen Marken Superdino und Hyperdino nimmt Dinosol außerdem die deutschen Discounter Aldi und Lidl ins Visier. Um das Kanaren-Geschäft wetteifern die Supermarktketten seit Jahren. Lidl hat dabei viele Jahre Vorsprung, während Aldi mit einer aggressiven Preisstrategie und einem klaren Wachstumskurs Druck auf den Markt ausübt.
















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