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Sonntag, 28. Juni 2026
CD Teneriffa

Vom Chaos zur Stabilität: So schaffte CD Teneriffa Aufstieg und Wende

Noch vor Kurzem stand CD Teneriffa sinnbildlich für Chaos und Stillstand. Heute ist der Klub zurück im Profifußball. Der schnelle Wiederaufstieg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines radikalen Umdenkens.

Noch vor knapp einem Jahr sah es düster aus für den CD Teneriffa, der drohte, in der Bedeutungslosigkeit des spanischen Fußballs zu verschwinden. In der Führungsetage knirschte es, eine sportliche Perspektive fehlte, und zwischen Klub und Umfeld hatte sich eine deutliche Entfremdung breitgemacht. So entstand ein Klima, in dem für Zuversicht kaum Platz blieb. Dass nun am Wochenende der direkte Wiederaufstieg in die zweite spanische Liga glückte, ist der Lohn für einen radikalen Kurswechsel.

Beim 2:0 gegen Barakaldo machte die Mannschaft den Aufstieg vorzeitig klar und kehrt damit nur eine Saison nach dem Abstieg wieder in den Profifußball zurück. Wer diesen Erfolg jedoch allein dem zuschreibt, was sich auf dem Rasen abspielte, blendet das Entscheidende aus. Die eigentliche Wende nahm ihren Anfang fernab des Spielbetriebs.

Ein Name steht für diesen Erfolg: Rayco García Cabrera. Der Unternehmer aus Teneriffa, der selbst aus der Nachwuchsstruktur des Vereins kommt, mischte sich genau in jener Phase ein, in der viele längst nicht mehr an eine Besserung glaubten. Der Tinerfeño baute seinen Einfluss zunächst auf, um ihn dann nach und nach auszuweiten. Was nach außen wie eine feindliche Übernahme aussah, erwies sich am Ende als einer der wichtigsten Schlüssel zum Erfolg.

CD Teneriffa und die neue Struktur

In einem Umfeld voller Misstrauen und Reibungsverluste sicherte sich Rayco García Anteile und übernahm am Ende Verantwortung. Auf öffentliche Inszenierung verzichtete er dabei und setzte stattdessen auf Verhandlungen hinter den Kulissen, auf Geduld und strategisches Geschick.



Auch die personellen Weichen wurden nach einer klaren Linie gestellt. Mit Felipe Miñambres holte man eine prägende Figur zurück, erst als Berater, dann als Präsident. An seine Seite rückten mit Manu Guill und Hugo Rico zwei Fachleute, die dem sportlichen Bereich eine Struktur geben sollten. Komplettiert wurde das Gefüge durch Ángel Medina und weitere Vertraute aus dem Klubumfeld, unter ihnen auch Ayoze García.

Neuer alter Trainer bringt CD Teneriffa sportlichen Erfolg zurück

Eine der bedeutsamsten Entscheidungen fiel auf der Trainerbank. Die Wahl fiel auf Álvaro Cervera, einen Rückkehrer also, der den CD Teneriffa schon kannte und schon einmal gezeigt hatte, dass er Aufstiege gestalten kann. Man einigte sich rasch, und das brachte jene Stabilität, die einer Mannschaft fehlte, die sich zuvor oft zwischen Anspruch und Wirklichkeit verloren hatte.

Auch der Kader wurde umgebaut, allerdings nicht spektakulär, sondern gezielt. Manche Leistungsträger blieben, andere stießen hinzu, stets mit dem klaren Ziel, den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. Nicht auf einzelne Namen kam es dabei an, sondern auf Mannschaftsteile, die ineinandergriffen.

Mindestens genauso schwer wog ein anderer Punkt: die Atmosphäre im Verein. Nach außen ruhig, intern konsequent, arbeitete man daran, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Der Klub rückte wieder näher an seine Anhänger, öffnete sich stärker für die Insel und setzte auf Dialog statt auf Konfrontation.

García brachte nicht nur Zeit und Energie ein, sondern auch eigenes Geld, um strukturelle Lücken zu schließen und den Verein handlungsfähig zu halten. Dieses Engagement spielte sich weitgehend im Hintergrund ab, wirkte sich aber spürbar auf die Stabilität des gesamten Gefüges aus.

Der Aufstieg ist deshalb weit mehr als eine sportliche Rückkehr. Er steht für einen tiefgreifenden Wandel, der dem Verein eine neue Ausrichtung gegeben hat. Das Fundament ist gelegt, die Richtung stimmt. Nun beginnt die nächste Phase, in der sich erweisen muss, ob diese Struktur auch unter den Bedingungen der deutlich stärkeren zweiten Liga Bestand hat.

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