Für 300-Millionen-Euro: Neues Luxus-Ressort auf Teneriffa


300 Millionen Euro Investitionsvolumen, 1,7 Millionen Quadratmeter Fläche und 1500 Arbeitsplätze: Im Südosten Teneriffas soll die alte Geisterstadt bei Abadés verschwinden und durch vier Luxus-Hotels ersetzt werden. So zumindest lautet das Versprechen der Investoren.

Geht es nach dem Wunsch der Investitionsgesellschaft „Playa de Arico S.A.“, sollen die Bauarbeiten für das „wichtigste Tourismusprojekt Europas“ schon bald beginnen. Da wo heute eine Ruinen-Stadt mitten im Nichts steht, planen die Investoren eine 170 Hektar große Luxushotel-Anlage.

Für 300 Millionen Euro sollen knapp 3000 Betten in vier Hotels der Fünf-Sterne-Kategorie entstehen. Die Geldgeber planen etwa 1500 Arbeitsplätze. Umgesetzt werden soll der riesige Bau an der Punta de Abona im Süd-Osten Teneriffas. Bekannt ist die Region durch eine Geisterstadt, um die sich viele Geschichten ranken.

Luxus-Hotels auf Teneriffa: Gemeinde Arico sagt zu, Investoren warten auf Regierung

Nach Angaben der Investoren-Gemeinschaft warte man nur noch auf einen technischen Bericht der Regierung. Dann solle die Ausschreibung für das Giga-Projekt gestartet werden. Die Verantwortlichen der Gemeinde Arico und des Cabildo hätten bereits signalisiert, die Pläne durchwinken zu wollen. Insbesondere für die Gemeinde handelt es sich tatsächlich um ein lohnenswertes Projekt. Nicht nur, dass die Geisterstadt zurückgebaut wird, auch aktive Einnahmen durch den neuen Tourismus winken.

Dafür sollen etwa 560.000 Quadratmeter Geisterstadt renaturiert und weitere 50.000 Quadratmeter zu grünen Parks umgebaut werden – all das, laut Investoren-Versprechen, nach aktuellen Umwelt-Standards. Im gesamten Planungsverfahren fallen dazu immer wieder Begriffe, wie „Nachhaltigkeit“ und „umweltgerechte Bebauung“. Diese sehe beispielsweise vor, dass die Hotels weder unmittelbar an der Küste entstehen noch direkt von der Autobahn TF-1 aus sichtbar sein sollen.

Für den Vorsitzenden der Investoren-Gemeinschaft, Alessandro Cortesi, ist die Umsetzung der Pläne eine Familienangelegenheit. Sein Großvater hatte bereits in den 80er- und 90er-Jahren entsprechende Bau-Vorhaben gehegt. Bereichert um aktuelle Standards und angepasst an die heuten Bedürfnisse des modernen Tourismus möchte der Enkel das Erbe nun antreten und die Pläne rund 35 Jahre später umsetzen.

Veranschlagt wurden dafür etwa drei Jahre Bauzeit. Der Beginn des Großprojekts hänge maßgeblich von der Regierung der Kanarischen Inseln ab. Sobald alle Genehmigungen und Pläne vorliegen, könne es losgehen, so Cortesi. Ein großes Versprechen für eine Region, die vom riesigen Tourismus-Kuchen bisher kaum einen Krümel abbekommen hat.

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Mehr Infos zum Autor gibt es hier.