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Mittwoch, 17. Juni 2026
Teneriffa

50 Erdbeben in einer Nacht unter dem Teide

50 Erdbeben sind in der Nacht unter dem Teide registriert worden. Das IGN hat den Schwarm westlich der Cañadas del Teide registriert. Die stärkste Magnitude lag bei 1,8.

Das Nationale Geographische Institut IGN hat in der Nacht zum Samstag 50 Erdbeben unter dem Teide registriert. Die Erschütterungen lagen westlich der Cañadas del Teide auf Teneriffa. Sie unterbrachen damit die ruhige Phase der Vorwoche, in der nach sehr aktiven Wochen kaum relevante Bewegungen erfasst worden waren.

Von den 50 Ereignissen konnten die Analysten 21 präzise lokalisieren. Die Epizentren lagen in einer Tiefe zwischen zehn und 16 Kilometern. Die höchste gemessene Magnitude betrug 1,8 mbLg.

Keines der Beben war spürbar. Fachleute ordnen den Schwarm als Vorgang ein, der auf einer vulkanisch aktiven Insel wie Teneriffa im normalen Rahmen liegt. Dennoch bereitet sich die größte Kanaren-Insel auf einen möglichen Ausbruch vor.

Erdbeben mit niedriger Frequenz unter Teide auf Teneriffa

Auffällig war laut den Technikern, dass die Beben von Signalen niedriger Frequenz begleitet wurden. Solche Signale liefern wichtige Hinweise auf Bewegungen von Flüssigkeiten im seismisch-vulkanischen System der Insel.

Die zuständigen Behörden und Experten gaben dennoch sogleich Entwarnung: Nach den vorliegenden Daten gibt es weder kurz- noch mittelfristig Hinweise auf ein erhöhtes Ausbruchsrisiko für den Teide.

Der Erdbeben-Schwarm reiht sich in eine Folge ähnlicher Episoden ein, die Teneriffa in den vergangenen Jahren wiederholt verzeichnet hat. An der bisherigen Einschätzung zur Lage des Vulkans ändert sich vorerst nichts.

Teneriffa: Rund-um-die-Uhr-Überwachung des Teide

Das IGN und das Vulkanologische Institut der Kanaren, Involcan, überwachen das seismische Netz auf den Kanarischen Inseln rund um die Uhr. Derartige Schwärme verfolgen die Wissenschaftler besonders genau, um Veränderungen bei Bodendeformation und dem Gasausstoß frühzeitig zu erkennen.

Beide Parameter liegen derzeit im Normalbereich. Die Erdbebenserie unter dem Teide fällt zwar auf, liefert jedoch keinen Hinweis auf eine veränderte Gefahrenlage.

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