Millionenschaden durch gefälschte „Bonobus“-Fahrscheine

Eine Familie aus Santa Cruz hat auf Teneriffa ein millionenschweres Fälschergewerbe geführt. Durch das Nachdrucken und den Verkauf von Plagiaten der so genannten „Bonobus“-Fahrscheine hatten die Fälscher ein Luxusleben geführt. Die Familie wurde zu mehreren Jahren Haft verurteilt.

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Wie Teneriffas Busgesellschaft „Titsa“ mitteilte, sei ein Schaden in Höhe von 4,5 Millionen Euro entstanden. Im Laufe der Ermittlungen erkannten die Fahnder, dass die Familie bei ihren Fälschungen perfekt organisiert war. So kümmerten sich die die Eltern um den Druck der Fahrscheine, während die Söhne für den Vertrieb der Plagiate verantwortlich waren.

Fälscher führten Luxusleben auf Teneriffa

Über einen langen Zeitraum hinweg brachten die Söhne so beispielsweise über Kioske Hunderte der falschen Fahrscheine in Umlauf. Von den Erlösen führte die gesamte Familie ein Luxusleben. Zunächst wurde eine Immobilie im Wert von rund 320.000 Euro finanziert. Dann sammelte sich ein großes Barvermögen an. Die Ermittler fanden auf dem Konto der Familie schließlich fast eine halben Million Euro. Das Gericht verurteilte die Eltern nun zu sechs, die Söhne zu je einem Jahr Haft.

Die „Bonobus“-Tickets sind ein Prepaid-System für den öffentlichen Personennahverkehr. Sie werden im Wert von zwölf und 30 Euro vertrieben. Inhaber erhalten im Gegenzug für den vergleichsweise hohen Anschaffungswert Rabatte in Höhe von bis zu 30 Prozent auf einzelnen Fahrten. Das Guthaben kann dann nach und nach verbraucht werden.

Hier finden Sie ausführlichere Informationen zum „Bonobus“-Ticket. Den Busfahrplan für Teneriffa zum Download gibt es hier.

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Veröffentlicht in: Teneriffa, Aktuelle Nachrichten, Santa Cruz

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