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Teneriffa: Frau füttert Tauben – 2250 Euro Strafe


Eine Frau füttert in Teneriffas Hauptstadt Tauben. Wenig später erhält sie einen Strafbescheid. 2250 Euro kostet das Vergehen gegen die öffentliche Ordnung. Und das ist der Grund.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Der Verstoß sei “schwerwiegend”, betont der Bürgermeister von Santa Cruz. Die Hauptstadt Teneriffas hat eine Anwohnerin nun mit 2250 Euro Geldstrafe belegt. Wegen des Fütterns von Tauben.

Santa Cruz sieht sich einer Taubenplage ausgesetzt. Zwischen 700 und 1000 Tieren werden gefangen – jeden Monat. Und so gilt alles, was zur Ansammlung und Fortpflanzung beiträgt, als Ordnungswidrigkeit.

1500 Euro Strafe werden fällig wenn gegen das Fütterungsverbot verstoßen wird. Doch dieser Fall gilt als “schwerwiegend”. Und so fällt auch die Strafe deutlich höher aus, wie der Bürgermeister José Manuel Bermúdez höchstpersönlich erklärt.

Tauben füttern ist in Santa Cruz de Tenerife ein “schwerwiegender Verstoß”

Denn die nun mit einer Strafe belegte Frau war den Behörden bereits bekannt. Sie hatte schon einmal eine Strafe wegen eines ähnlichen Vergehens entrichten müssen. Da diese offenbar nicht wirkte, erhöhte sich der Betrag nun.

Zwischen 1500 und 3000 Euro können für derartige Vergehen gegen die öffentliche Ordnung verhängt werden. Und wer mehrfach auffällig wird, erreicht diese Grenze früher oder später.

Die nun bestrafte Anwohnerin pendelte sich zwischen der Mindest- und der Höchststrafe für das Füttern von Tauben ein. Dass die Stadt bei dieser Art Vergehen unnachgiebig ist, erklärt der Stadtrat für strategische Planung, ökologische Nachhaltigkeit und öffentliche Dienste, Carlos Tarife.

Der Lokalpolitiker sagt: “Wir werden weiterhin alle diejenigen bestrafen, die Tauben füttern, da sie ein unkontrolliertes Wachstum der Tiere verursachen, die eine große Anzahl von Krankheiten übertragen können.”

Darum ist Teneriffas Hauptstadt wegen Tauben besorgt

Durch die vermehrten Ausscheidungen der Tiere ergebe sich “eine schwerwiegende Verschlechterung des architektonischen Erbes und der städtischen Ausstattung mit den daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf die öffentlichen Kassen”. Nicht zuletzt könne es “zum Auftreten von Ratten und Kakerlaken führen”, erklärte Tarife weiter.

Neben dem Aufstellen von Fallen beschäftigt die Hauptstadt von Teneriffa sogar einen Falkner. Dieser lässt regelmäßig an strategischen Orten einen Falken aufsteigen, um die Tauben zu vertreiben. Insbesondere an der Plaza de España nahe dem Hafen und dem Parque García Sanabria gelten Tauben als Plage.

Die jüngste Strafe wurde wegen eines Vergehens nahe den Straßen San Francisco Javier und San Juan Bautista ausgesprochen. Zwar gilt dieser Ort nicht als “Tauben-Hotspot”, er liegt allerdings unweit der als kritisch eingestuften Plaza de España.


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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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