Im Nordwesten von Teneriffa beschäftigt eine Serie von Sachbeschädigungen erneut die Ermittler. In der Nacht zum 1. März wurden in der Küstenzone Sibora im Gemeindegebiet von Los Silos die Reifen von elf Mietwagen zerstochen. Die Fahrzeuge waren geparkt, als bislang unbekannte Täter in den frühen Morgenstunden zuschlugen.
Die betroffenen Autos gehören zu verschiedenen Autovermietungen und waren offenbar gezielt ausgewählt worden. Die spanische Guardia Civil hat Ermittlungen aufgenommen. Anzeigen wurden bei der Dienststelle im benachbarten Buenavista del Norte erstattet.
Noch ist unklar, wer hinter der Tat steckt. Eine der Hypothesen der Ermittler lautet, dass die Attacke im Zusammenhang mit Protesten gegen den stark wachsenden Tourismus auf den Kanarischen Inseln stehen könnte.
Neue Anti-Tourismus-Aktion auf Teneriffa?
Los Silos zieht besonders in den Herbst- und Wintermonaten zahlreiche ausländische Gäste an. Viele Besucher bleiben mehrere Wochen oder Monate. In dem Ort existiert unter anderem eine große Gemeinschaft von Deutschen und Briten, die dort zeitweise leben oder überwintern.
Ganz neu sind solche Vorfälle auf Teneriffa nicht. Bereits im vergangenen Jahr tauchten in derselben Küstenzone Schmierereien auf Bänken und Schildern auf. Dort war unter anderem der englische Satz „Tourist, go home“ zu lesen. Die Parolen richteten sich offen gegen Besucher der Insel.
Ein weiterer Fall ereignete sich ebenfalls im März des Vorjahres im Süden Teneriffas. Damals beschädigten Unbekannte rund zwanzig Mietwagen auf einem Parkplatz in der Touristenhochburg Costa Adeje. Die Täter filmten ihre Aktion und verbreiteten die Aufnahmen anschließend in sozialen Netzwerken.
In dem Video wurden unter anderem hohe Besucherzahlen auf den Kanaren sowie ein großes Autovermietungsunternehmen erwähnt. Die Behörden untersuchen nun mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Aktionen.
Vandalismus oder Anti-Tourismus-Aktion auf Teneriffa
Die jüngste Attacke passt in eine Reihe von Spannungen rund um den Massentourismus auf den Kanaren. In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu Protesten, Vandalismus und gezielten Aktionen gegen touristische Infrastruktur. Zuletzt sorgten auch weitere Fälle brennender Mietwagen auf den Kanarischen Inseln, besonders auf Teneriffa, für Schlagzeilen.
Ob hinter den zerstörten Reifen in Los Silos tatsächlich organisierter Protest steckt oder einzelne Täter verantwortlich sind, ist bislang offen. Die Guardia Civil setzt ihre Ermittlungen fort.
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