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So geht Hilfsbereitschaft auf den Kanaren


Ein Besuch auf Gran Canaria, eine Autopanne und ein kanarischer "Engel". Bis heute sind wir ihm sehr dankbar.

Lesedauer: 2 Minuten

Von Leserreporter Ralf Korten

Es ist einige Jahre her, dass meine Frau und ich mit einem Seat Ibiza per Fähre von Santa Cruz auf Teneriffa nach Agaete auf Gran Canaria gereist sind. Das Rückfahrtticket hatten wir bereits auf der Hinfahrt gelöst, so dass wir diese entspannt hätten antreten können.

Nach einer Woche eindrucksvoller Wanderungen ging’s über Agaete an einem Sonntag Nachmittag zum Hafen, in dem die Fähre Richtung Santa Cruz bereits wartete. Die Fähre erkennt von weitem, wer Agaete hinter sich lässt und die Verbindungsstraße nach unten in Richtung Hafen nimmt.

Und genau an dieser Stelle geschah es: der Motor streikte. Alle Versuche, ihn zu starten, scheiterten kläglich. Ein Blick unter die Motorhaube brachte Klarheit: Die Benzinleitung war undicht und Flüssigkeit trat aus.

Gran Canaria: Kanarische Hilfsbereitschaft am Sonntag

Was tun? Einen passenden Ersatzschlauch hat man in der Regel nicht dabei und weit und breit waren weder Häuser noch eine Tankstelle zu sehen. Nicht einmal ein Auto, geschweige denn Personen waren auf der Straße unterwegs.

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Während wir mit offener Motorhaube noch überlegten, welche Alternativen sich anböten, hielt plötzlich ein Fahrzeug neben uns. Darin saß eine kanarische Familie, sonntäglich gekleidet, mit zwei kleinen Kindern. Sie kamen, wie sich später herausstellte, gerade vom Mittagessen.

Der Fahrer stieg aus, erkundigte sich nach unserem Problem und erklärte nach wenigen Momenten, er habe in Agaete einen Freund, der Mechaniker sei und der ihm mit einem neuen Stück Schlauch sicher helfen könne. Er sei in einigen Minuten zurück. Sprach‘s, wendete sein Fahrzeug und verschwand.

Unser “kanarischer Engel”

Kurze Zeit später kehrte der Mann mit einem Schlauch zurück, montierte ihn und das Fahrzeug sprang wieder an. Jegliches Angebot einer Entschädigung lehnte er freundlich ab. Süßes, das wir den Kindern schenken wollte, nahm er nicht an. Unser Dank reichte ihm.

So begegneten wir an einem Sonntag Nachmittag auf Gran Canaria einem kanarischen Engel, dem wir immer noch dankbar sind. Denn nicht nur, dass wir die Fähre noch erreichten, nein, auch der angebrachte Schlauch hielt bis zum Verkauf des Fahrzeugs.


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