Loro Parque: Orca-Baby Vicky ist tot


Das erst im August geborene Orca-Baby Vicky ist tot. Das gab der Loro Parque auf Teneriffa nun bekannt. Demnach verstarb das Jungtier bereits am Sonntag. Die Gründe sind bislang nicht bekannt.

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Orca-Baby Vicky galt als verspieltes und besonders intelligentes Tier. Es eroberte „mit Leichtigkeit die Herzen des gesamten Teams von ‚Orca Ocean‘ und all den Parkbesuchern, die sie erleben konnten“, teilte der Loro Parque mit.

Obduktion wurde eingeleitet

Bereits einige Tage vor dem tragischen Ableben Vickys seien Verhaltensveränderungen bei dem Jungtier beobachtet worden. Das „Orca Ocean“-Team, das täglich mit den Tieren in Kontakt steht, habe sofort Experten um Rat gebeten, hieß es. So sei beispielsweise der „Sea World“-Cheftierarzt aus den USA eingeflogen worden. Doch trotz gründlicher Untersuchungen sei der Tod des Orcas nicht vorhersehbar oder gar zu verhindern gewesen, hieß es weiter.

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Zweites Orca-Baby im Loro Parque

Inzwischen begann im Tierpark in Puerto de la Cruz die Suche nach den Gründen für den plötzlichen Tod des Tieres. Wie der Loro Parque weiter mitteilte, sei ein Team von Tierärzten und Experten mit der Obduktion des Orcas betraut worden. Die Geburt hatte im August des Vorjahres rund zwei Stunden gedauert. Mutter Kohana war aus “SeaWorld San Antonio” nach Teneriffa umgezogen. Dort hatte sie Vicky zur Welt gebracht.

Während der Geburt wartete das gesamte Betreuer-Team gespannt auf den Nachwuchs. Vicky war der zweite im Loro Park geborene Orca. Mit 2,40 Metern galt das Tier als normal groß. Gleich nach seiner Geburt war es instinktiv an die Wasseroberfläche geschwommen und hatte sein neues Zuhause mit dem ersten Atemzug begrüßt.

Vicky wurde nur zehn Monate alt

Während die mittlere Lebenserwartung von Orca-Kühen rund 50 Jahre und die von Orca-Bullen rund 30 Jahre beträgt, wurde Vicky nur gut zehn Monate alt.

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3 Kommentare

  1. Sarah schrieb am

    Ist besser für den Wal. Wenn man Tiere nicht in Freiheit erhalten kann, hat man sie nicht verdient. Im Zoo züchten, nur dass Zuschauer was zum Gaffen haben und um die Arten zwanghaft irgendwie zu erhalten, ist Tierquälerei.

    • Jovan Danicic schrieb am

      Nein, ist es nicht. Der Wal wurde in dritter Generation in menschlicher Obhut geboren. Bei Tieren, die die Wildnis nicht kennen, ist Freiheit kein Bedürfnis. Außerdem hätte sie wichtige Daten für die Forschung liefern können.

      • Christine Hoffmann schrieb am

        „Bei Tieren, die die Wildnis nicht kennen, ist Freiheit kein Bedürfnis.“ Wow, was für ein Experte! Sie wissen, welche Bedürfnisse ein Orca in dritter Generation in Gefangenschaft hat. Diese Tiere sind von der Evolution in Jahrtausenden für das Leben im offenen Meer designed worden. Die Fähigkeit und damit der Drang, täglich weite Strecken zurückzulegen (ich habe eine Meeresbiologin von 200 km täglich sprechen hören), ist nicht einfach nach drei Generationen (das ist nichts, in Zeiträumen von Züchtung oder gar Evolution gesprochen) verschwunden. Sie mögen den Begriff „Freiheit“ nicht kennen, die Langeweile kennen sie mit Sicherheit. (Sichtbar z.B. in Bewegungsstereotypien und kaputten Zähnen vom anfressen der Betonwände.) Natürlich ist „einfach freilassen“ keine Option. Wie jedes intelligente soziale Wesen, das von der Mutter und der Familie lernt, fehlen den Gefangenschaftstieren wesentliche Kenntnisse zum Jagen und Überleben. Aber es gäbe die Möglichkeit, von großen geschützten abgezäunten Meerbereichen zum langsamen eingewöhnen. Und selbst wenn es Tiere gibt, die es nicht mehr lernen, „alleine“, also ohne den Menschen, zu Überleben, wäre das immer noch die bessere Alternative.
        Und „wichtige Daten für die Forschung“ sollten kein Leben im Gefängnis rechtfertigen. Ein Blick mit Google Maps auf den Orca-Ocean (der Begriff schmerzt): Das große Becken ist ungefähr so groß wie der Parkplatz für die Besucher.

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