Aufmerksame Nachbarn haben auf Gran Canaria zwei Männer hinter Gitter gebracht. Die Anwohner legten den Behörden Videos und Bilder vor, die Tiere in teilweise erbärmlichem Zustand zeigten. Schließlich griff eine Sondereinheit der Guardia Civil ein.
Die Seprona-Patroullie der Guardia Civil wurde unter anderem für solche Fälle ins Leben gerufen. Die Beamten ging den Beschwerden der Anwohner von Tirajana nach. Was sie vorfanden, ließ auch erfahrene Mitarbeitende erschrecken.
Zwölf Hunde wurden unter unwürdigen Bedingungen in Zwingern gehalten, die den Tieren in keiner Weise gerecht wurden. Zudem wiesen die Hunde unbehandelte Verletzungen auf und einige von ihnen waren unterernährt.
Hinzu kam starker Parasiten-Befall. Auch Misshandlung sei nicht auszuschließen, heißt es aus Ermittlerkreisen. Die Beamten nahmen in der Folge zwei Männer fest. Die beiden 26 und 50 Jahre alten Männer müssen sich nun wegen Tierquälerei verantworten.
Die Guardia Civil stellte bei der Räumung zudem fest, dass die Tiere nicht geimpft waren. Bei vier der zwölf Hunde fehlten zudem die zur Haltung notwendigen Dokumente.
Misshandelte Hunde kommen wohl ins staatliche Tierheim
Während der Räumung meldeten sich mehrere Anwohner, um ihren Unmut über die Haltung der Tiere zu bekunden. Neun Personen reichten Beschwerde gegen die mutmaßlichen Täter ein. Einige von ihnen berichteten, dass sie bereits seit geraumer Zeit die Behörden auf die Missstände aufmerksam gemacht hätten.
Die Guardia Civil zog bei der Räumung einen Tierarzt hinzu, der die Hunde einzeln begutachtete. In der Folge wurden sie der Stadtverwaltung von Santa Lucía de Tirajana übergeben. Dort muss nun das Gericht über die Zukunft der Hunde entscheiden.
Als wahrscheinlichstes Szenario gilt, dass die Hunde ins staatliche Tierheim gebracht werden. Dort wird den Tieren meist nur eine rudimentäre Grundversorgung ermöglicht.
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Tierquälerei und Vernachlässigung auf Gran Canaria – Festnahme
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