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Samstag, 20. Juni 2026
Kanaren

Bilanz: Unwetter Emilia fegt mit 160 km/h über die Kanaren – 1500 Einsätze

Die Rettungstrupps und Feuerwehren der Kanarischen Inseln haben seit Freitag alle Hände voll zu tun. Kanaren-Sturm "Emilia" hat die Inseln kräftig durchgewirbelt. Eine Bilanz.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Sturm Emilia fegte mit Böen bis 160 km/h über die Kanaren und verursachte rund 1500 Einsätze der Rettungskräfte.
  • Heftige Niederschläge (bis 145 Liter/m2) und Schnee in Höhenlagen, am Flughafen Gran Canaria wurden 21 Flüge annulliert.
  • Am Sonntag bleiben Wetterwarnungen aktiv, besonders auf Lanzarote und Fuerteventura bis zum späten Nachmittag.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Ein halber Meter Schnee liegt auf dem Teide auf Teneriffa und in den höheren Lagen von Gran Canaria und La Palma. Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde haben jede Menge Zerstörung und Niederschlag auf die Kanaren gebracht.

Die kräftigsten Böen wurden bei Izaña auf Teneriffa gemessen. Es folgte der Flughafen Gran Canaria mit 113 km/h. Auch die Tiefsttemperatur von -2,8 Grad Celsius gehen an die Wetterstation auf Teneriffa. Den kräftigsten Niederschlag meldet dagegen San Mateo auf der Nachbarinsel. Dort gingen 145 Liter Wasser pro Quadratmeter nieder.

Das tropische Unwetter brachte auch die Einsatzkräfte an ihre Grenzen: 1500 Zwischenfälle wurden gemeldet. Die Aufräumtrupps werden noch Tage benötigen, um umgestürzte Bäume und Strommasten zu entfernen, Felsabgänge zu räumen und weitere Unwetterschäden zu beseitigen. Und der Regen hält vorerst an:

Unwetter Emilia bringt Schäden auf die Kanaren

Laut Behördenangaben konnten viele der Zwischenfälle von den Einsatztrupps der Gemeinden gelöst werden. In Summe wurden sechs von zehn Notrufen auf den östlichen Kanaren-Inseln gemeldet. Allein 400 davon ereigneten sich in deren Provinz-Hauptstadt Las Palmas.

In Puerto del Rosario auf Fuerteventura wurden zwei Insassen eines Autos vom Sturm in eine Schlucht gedrückt. Sie mussten aufwendig geborgen werden. An den Küsten der Kanarischen Inseln wurden vielerorts teils erhebliche Schäden gemeldet. Am Freitag waren Wellen von bis zu fünf, am Samstag sogar mit bis zu neun Metern Höhe gemeldet worden.

Vorsorglich waren viele Küstenstraßen gesperrt worden. Garachico auf Teneriffa gehört zu den Gebieten der Kanarischen Inseln, die bei Wetterlagen wie dem aktuellen Unwetter Überschwemmungen fest einkalkulieren und schon vorab alles abriegeln.

Kanaren: Flugausfälle am Wochenende, Regen auch am Sonntag

An den Flughäfen der Kanarischen Inseln kam es am Freitag hauptsächlich zu Verspätungen. Am Samstag mussten 21 Verbindungen annulliert werden. Dazu wurden weitere, teils erhebliche Verspätungen aufgebaut. Die Fähren mussten vor allem Verbindungen zwischen Fuerteventura und Lanzarote streichen. Weitere Linien konnten mit Einschränkungen verkehren.

Laut Fluglotsen habe eine Verbindung von Madrid nach Südamerika zwischenzeitlich Geschwindigkeiten von bis zu 1150 km/h erreicht. Sturm Emilia habe der Maschine nach Buenos Aires erheblichen Rückenwind verschafft.

Am Sonntag bleiben zunächst noch Wetterwarnungen der Stufe Gelb für alle Kanarischen Inseln bestehen. Der Süden Teneriffas erwartet am ehesten abklingende Wellen. Lanzarote und Fuerteventura halten ihre Gewitterwarnungen bis zum späten Nachmittag und damit am längsten aktiv. Trotz abklingender Warnungen könne es weiterhin ungemütlich bleiben.

Wie sich das Kanaren-Wetter auf den jeweiligen Inseln im Einzelnen entwickelt, sehen Sie hier über unsere aktuelle Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln.

Quellen
  1. Notrufzentrale der Kanaren
  2. Wetterdienst AEMET
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