Corona-Reisewarnung: Tui UK stellt Kanaren-Reisen wieder ein


Die Tui hat angekündigt, Reisen auf die Kanarischen Inseln aus UK wieder aus dem Program zu nehmen. Grund dafür seien die neuen Reisebeschränkungen. Die Entscheidung bedeutet einen herben Schlag für die Wirtschaft der Kanarischen Inseln.

Lesedauer: 2 Min.

Großbritannien hat mit dem angekündigten Lockdown und den damit verbundenen Reisebeschränkungen auch den Kanarischen Inseln einen Strich durch die Reaktivierungs-Rechnung für den Tourismus gemacht. Der britische Ableger der Tui kündigte in der Folge an, die Kanarischen Inseln vorerst aus dem Programm zu nehmen.

Aufgrund der zweite Corona-Welle hat Großbritanniens Premierminister Boris Johnson für den Zeitraum vom 5. November bis 3. Dezember einen Lockdown ausgerufen. Davon ist auch Urlaub auf die Kanarischen Inseln betroffen. Die britische Tui reagierte mit einem Stopp aller Reisen aus Großbritannien und Wales.

Zwischen dem 5. November und 2. Dezember würden keine Reisen auf den Archipel im Atlantischen Ozean durchgeführt. Das teilte der britische Ableger des Tourismus-Konzerns mit. Alle Reisen, die ab dem Stichtag um 0.01 Uhr in Großbritannien oder Wales geplant waren, würden storniert, hieß es. Dies betreffe auch über Tui UK gebuchten Pauschalurlaub mit Flügen, die von Drittanbietern durchgeführt würden.

Corona-Lockdown in UK trifft Tourismusbranche der Kanaren hart

Der Veranstalter kündigte an, alle Kunden in der Reihenfolge des Abreisedatums zu kontaktieren, damit diese ihre Reservierung ändern, Rückreisegutscheine in Anspruch nehmen oder ihre Reise komplett stornieren können. Kunden, die derzeit in Urlaub weilen, könnten diesen unabhängig von der neuen Situation normal beenden, hieß es in einer ersten Reaktion.

Großbritannien hatte erst Ende Oktober seinen Reisebetrieb wieder aufgenommen, nachdem das Königreich kurz nach Deutschland das Ende der Reisewarnung für die Kanarischen Inseln bekanntgegeben hatte. Die erneuten Beschränkungen bedeuten einen herben Schlag für die Kanaren, da die meisten Urlauber aus UK auf die Inseln reisen. Deutschland rangiert dahinter auf Platz zwei.

Zusammen stellen beide Länder rund 56 Prozent der jährlichen Touristen. Dieser Wirtschaftszweig macht auf den Kanaren bis zu 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Eigentlich sollte der Tourismus im Herbst und Winter wieder angekurbelt werden. Für die Branche bedeutet diese Entscheidung entsprechend einen weiteren Rückschlag.

Deutsche Bundesbürger können weiterhin normal auf die Kanaren reisen. Ob durch das Ausbleiben britischer Touristen nun erneute Schließungen drohen, die dann indirekt auch andere Urlauber betreffen, ist bislang nicht abzusehen.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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