Die Maskenpflicht im Freien endet – das müssen Sie wissen


Die Maskenpflicht im Freien fällt in ganz Spanien. Wann dennoch ein Mund-Nase-Schutz zu tragen ist und was bei Zuwiderhandlung droht, erfahren Sie nachfolgend.

Lesedauer: 3 Min.

Der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern entscheidet darüber, ob im Freien weiter eine Maske zu tragen ist. Die Kanarischen Inseln lockern die bisherige Maskenpflicht durch die landesweite Verfügung mit. Die Neuerung gilt ab Samstag.

Beträgt der Abstand zwischen nicht zusammenlebenden Personen weniger als 1,5 Meter, muss eine Maske aufgesetzt werden. Gleiches gilt für frei zugängliche Innenräume, öffentliche Verkehrsmittel und Massenveranstaltungen. In allen anderen Fällen darf auf den Mund-Nase-Schutz verzichtet werden.

Bei Zuwiderhandlung drohen künftig 100 Euro Strafe. Das teilte Gesundheitsministerin Carolina Darias mit. Die Höhe der Strafe regelt Artikel 31 des Gesetzes zur neuen Normalität. Es legt fest, dass „die Nichteinhaltung der in diesem Gesetz festgelegten Präventionsmaßnahmen und -pflichten“ als „Ordnungswidrigkeit im Bereich der öffentlichen Gesundheit“ angesehen wird.

Das Strafmaß regelt das allgemeine Gesetz für öffentliche Gesundheit. Demnach handelt es sich bei Verstößen um geringfügige Vergehen.

Das sagt das Gesetz zur Maskenpflicht in Spanien

Artikel 6 des Gesetzes 2/2021 vom 29. März über dringende Präventions-, Eindämmungs- und Koordinierungsmaßnahmen zur Bewältigung der durch Covid-19 verursachten Gesundheitskrise lautet nach der jüngsten Änderung wie folgt:

1. Personen ab sechs Jahren sind in folgenden Fällen zur Maskenpflicht verpflichtet:

a) In jedem geschlossenen Raum zur öffentlichen Nutzung oder der der Öffentlichkeit zugänglich ist.

b) In allen Außenbereichen, in denen aufgrund von Menschenansammlungen ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann – außer bei Gruppen von Mitbewohnern.

c) Im Luft-, See-, Bus- oder Schienenverkehr einschließlich Bahnsteigen und Personenbahnhöfen oder Seilbahnen sowie im ergänzenden öffentlichen und privaten Personenverkehr in Fahrzeugen mit bis zu neun Sitzplätzen einschließlich des Fahrers, wenn die Insassen der Tourismusfahrzeuge nicht zusammen wohnen. Bei Passagieren auf Schiffen und Booten ist das Tragen von Masken nicht erforderlich.

2. Die im vorherigen Abschnitt enthaltene Verpflichtung ist in den folgenden Fällen nicht durchsetzbar:

a) An Personen, die eine Krankheit oder Atembeschwerden aufweisen, die durch die Verwendung der Maske verschlimmert werden können, oder die aufgrund ihrer Einschränkung oder Abhängigkeit nicht über die Autonomie verfügen, die Maske abzunehmen, oder die Verhaltensänderungen aufweisen die ihre Verwendung unmöglich machen.

b) Für den Fall, dass aufgrund der Art der Tätigkeiten die Verwendung der Maske gemäß den Angaben der Gesundheitsbehörden nicht vereinbar ist.

c) An Orten oder in geschlossenen Räumen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und die Teil des Aufenthaltsortes der Gruppen sind, die sich dort versammeln, wie zum Beispiel Einrichtungen für die Pflege älterer Menschen oder von Menschen mit funktionalen Unterschieden, Räumlichkeiten für den kollektiven Aufenthalt von wesentlichen Arbeitnehmern oder anderen Gruppen mit ähnlichen Merkmalen, vorausgesetzt, dass diese Gruppen und die Arbeitnehmer, die dort ihre Aufgaben wahrnehmen, einen Impfschutz gegen SARS-CoV-2 haben. Diese letzte Ausnahme gilt weder für externe Besucher noch für Mitarbeitende in Altenheimen.

3. Die Verwendung von Masken in Gefängnissen mit Freilauf der Insassen, sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen, unterliegt besonderen Vorschriften, die von der zuständigen Justizvollzugsbehörde festgelegt werden.

4. Der Einzelverkauf von nicht einzeln verpackten Mundschutzmasken darf nur in Apotheken unter Gewährleistung angemessener Hygienebedingungen erfolgen, die die Qualität des Produkts sichern.

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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