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Dürre: Kanaren fehlen acht Millionen Kubikmeter Wasser – so reagieren sie


Mehr als acht Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr sollen durch neue Entsalzungsanlagen gefördert werden. Allerdings kommen die frühestens im nächsten Jahr auf den Kanaren an. Die Landwirtschaft steht vor Herausforderungen.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Die anhaltende Dürre auf den Kanaren drängt die Politik zu schnellen Maßnahmen. Und so bestellte die Regierung der Kanarischen Inseln jetzt zehn weitere Meerwasser-Entsalzungsanlagen. Allerdings muss der Archipel eine ganze Weile überbrücken.

Denn die neuen Anlagen sollen frühestens in 14 Monaten die Wasserressourcen für die landwirtschaftliche Bewässerung erhöhen. Die Anlagen kosten 13,4 Millionen Euro und sollen von den Inseln selbst verwaltet werden. Zuschüsse gibt es von der Regionalregierung.

Nötig ist das aufgrund der anhaltenden und absehbar auch nicht endenden Dürre auf den Kanaren – insbesondere in den Sommermonaten. Auf den Inseln fällt seit Monaten weniger Niederschlag als üblich. Und wenn, dann in so großen Mengen, dass die Natur ihn nicht speichern kann.

Kanaren: Neue Entsalzungsanlagen bringen acht Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr

Die Produktionskapazität der Anlagen wird auf 22.600 Kubikmeter Wasser täglich geschätzt. Das wären etwa 8,24 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Damit soll die Landwirtschaft der Kanaren entlastet werden. Diese hatte sich im Februar beschwert, aufgrund der Wasser-Situation nicht vernünftig arbeiten zu können.

Die Inbetriebnahme der Anlagen wird entsprechend einen großen Fortschritt bedeuten, sagte der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo. Der Politiker betonte, dass die Situation ernst sei. Der Sommer werde größere Herausforderungen mit sich bringen. Doch für diesen und den kommenden Sommer bringen sie kaum Entlastung. Denn ankommen werde sie aller Voraussicht nach erst in 14 Monaten.

Verzögerungen bei der Bereitstellung der Entsalzungsanlagen

Die Landwirte fordern jedoch sofortige Maßnahmen. Der für den Primärsektor zuständige Minister, Narvay Quintero, erklärte, die Anlagen müssten erst produziert werden, was eine entsprechende Verzögerungen bedeute. Dennoch handle es sich laut Quintero sogar um eine vergleichsweise schnelle Lieferung.

Die neuen Entsalzungsanlagen werden auf sieben Inseln verteilt. Zwei Anlagen werden jeweils auf Gran Canaria, Teneriffa und El Hierro in Betrieb gehen. Lanzarote, Fuerteventura, La Gomera und La Palma erhalten jeweils eine Anlage. Die beiden Entsalzungsanlagen auf El Hierro sollen jeweils 1300 Kubikmeter pro Tag produzieren können. Auf den übrigen Inseln werden pro Anlage 2500 Kubikmeter täglich aufbereitet.

Die Technologie basiert auf Meerwasser-Umkehrosmose und wurde vom Kanarischen Technologieinstitut im Rahmen des Projekts “Desalero 2.0” entwickelt. Sie sind darauf ausgelegt, Wasser bei minimalem Energieverbrauch zu entsalzen.

Auf den Kanarischen Inseln werden landwirtschaftlich hauptsächlich Bananen angebaut. Dieser Anbau macht 27 Prozent des Wasserbedarfs aus. Touristen verbrauchen unterdessen nur elf Prozent des auf den Inseln benötigten Wassers.


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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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