Ermittler heben großen Drogenring auf Gran Canaria aus

Seit Januar haben Ermittler auf Gran Canaria einen kanarenweit agierenden Drogenring beobachtet. Am Montag wurde die Organisation hochgenommen. Dabei konnten große Mengen Heroin sowie Crack sichergestellt werden.

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Der afrikanische Drogenring hatte ein so gut organisiertes Netzwerk aufgebaut, dass zunächst verdeckte Ermittler eingeschleust werden mussten, um die Ausmaße und die Wege der Organisation überhaupt durchblicken zu können. Die „Operation Koko“ förderte schließlich so viele Beweise ans Licht, dass der Drogenring nun hochgenommen werden konnte.

Wie die Drogenfahnder feststellten, hatten die Hintermänner Schmuggler zwischengeschaltet, die die Drogen in ihrem Körper trugen. Diese „Bodypacks“ gelten als besonders gefährlich. Dabei werden Drogen so verpackt dass sie geschluckt und später wieder ausgeschieden werden können. Löst sich jedoch eine solche Verpackung, kann das schnell zum Tod des Schmugglers führen.

Alternativ beförderten die „Mulis“, wie diese Art der Schmuggler in der Polizeisprache genannt werden, die Drogen in ihrem Gepäck, was zu deutlich häufigeren Festnahmen führt. In beiden Fällen sind die Hintermänner jedoch geschützt.

Nachdem die Organisation durchblickt und ausreichend Beweise für Durchsuchungen gesammelt waren, schlugen die Ermittler am Montag zu. Dabei wurde ein Gebäude bei Los Tarahales auf Gran Canaria durchsucht. Darin hatte die Bande ihre Drogen gelagert und für die verschiedenen Transporte vorbereitet.

Bei der Durchsuchung stellten die Drogenfahnder 1,2 Kilogramm Heroin und 35 Gramm Crack sicher. Außerdem konnten fünf Männer aus Ghana sowie ein Mann aus Nigeria festgenommen werden. Alle sechs Personen sind bereits wegen verschiedener Drogendelikte vorbestraft. Die Festgenommenen werden in Kürze dem Haftrichter vorgeführt. Ihnen droht nun die Abschiebung.

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