Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura bekommen frühere Corona-Ausgangssperre


Auf den Kanarischen Inseln gelten mindestens bis zu den Oster-Tagen verschärfte Corona-Maßnahmen. Auch bei der Zuordnung der Warnstufen kündigte die regionale Regierung verschiedene Änderung an. Diese werden in den kommenden Tagen offiziell verabschiedet. Welche Inseln betroffen sind und welche Maßnahmen bereits feststehen, sehen Sie nachfolgend.

Lesedauer: 3 Min.

Die aktuelle Corona-Entwicklung auf den Kanarischen Inseln hat die regionale Regierung zu einer erneuten Verschärfung der Maßnahmen bewogen. Die Situation auf Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura mache es unumgänglich, einige Privilegien zu streichen. Die Regierung beschloss neue Zuordnungen der Inseln in die jeweiligen Warnstufen sowie verschiedene Änderungen bei den Corona-Regeln.

Die größte Änderung wird eine Verschärfung der Ausgangssperre darstellen. Gilt auf Inseln in der zweiten von vier Corona-Warnstufen bislang eine Ausgangssperre ab 23 Uhr, soll diese künftig um eine Stunde vorgezogen werden. Damit gilt dann zwischen 22 und 6 Uhr ein Verbot, das Haus zu verlassen.

Zudem dürfen in Stufe zwei maximal vier Personen, die nicht im selben Haushalt wohnen, zusammenkommen. Bislang waren es sechs. Durch die Maßnahmen solle auch vermieden werden, dass einzelne Inseln wieder in Stufe drei (rote Ampel) zurückversetzt werden.

Beim Treffen der regionalen Exekutive beschlossen die Verantwortlichen daher, Lanzarote und La Graciosa aus ebendieser in die zweite Stufe zu versetzen. Das stellt diesmal gleichzeitig die einzige Versetzung von Kanaren-Inseln in andere Warnstufen dar.

Blas Trujillo sagte mit Blick auf die Zahlen Lanzarotes, dass „die Entwicklung der Insel nach einer schwierigen Situation äußerst positiv“ sei. Der Gesundheitsminister nutze die Gelegenheit, um dem medizinischen Personal Lanzarotes zu danken. Der Politiker verglich die zurückliegende Zeit in einigen Krankenhäusern mit einer kriegsähnlichen Situation.

Kanaren: Keine Insel in Corona-Warnstufe drei

Auf Lanzarote, La Graciosa, Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa gelten künftig die Beschränkungen der Warnstufe zwei für ein mittleres Ansteckungsrisiko (gelbe Ampel). La Palma, La Gomera und El Hierro bleiben in Stufe eins. Die grüne Ampel bedeutet ein geringes Risiko. Damit befindet sich künftig keine Kanaren-Insel in der dritten Corona-Alarmstufe (rote Ampel).

Trujillo sprach bei den Zahlen auf Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura von „einem leicht ansteigenden Plateau. Die kumulative Inzidenz der drei Inseln in den vergangenen sieben Tagen liegt bei über 60 Fällen pro 100.000 Einwohner“. Dieser Aufwärtstrend müsste unbedingt gestoppt werden.

Trujillo setzt dazu auf die geplanten Maßnahmen: „Hoffen wir, dass sie ein zufriedenstellendes Ergebnis liefern, das es uns ermöglicht, diese leichte Plateausituation zu verbessern.“ Dies müsse gelingen, „wenn wir die nächsten Wochen ruhiger angehen wollen“, sagte der Minister.

Neue Corona-Beschränkungen auf den Kanaren zu Ostern

Die neuen Beschränkungen sollen für mindestens 14 Tage gelten. Doch die tatsächliche Dauer hänge insbesondere von der Pandemie-Entwicklung der einzelnen Inseln ab, sagte Trujillo. Dies werde am kommenden Donnerstag überprüft. Dann wolle die Regierung auch bekanntgeben, welche weiteren Regelungen zu Ostern Anwendung finden sollen.

Die Politik blicke „aus gesundheitlicher Sicht mit Besorgnis“ auf die aktuellen Entwicklungen, fügte Trujillo an. Daher wolle man sich auch mit der Mobilität zwischen den einzelnen Kanaren-Inseln befassen.

Welche Maßnahmen aktuell gelten, erfahren Sie im nachfolgenden Dokument. Sobald die oben genannten Änderungen in Kraft treten, werden diese dorthin übernommen. Erwartet wird das für Montag. In der Zwischenzeit gilt das Folgende:

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Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura bekommen frühere Corona-Ausgangssperre

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Über den Autor
Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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