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Kanaren: 72 Prozent der Familien in finanzieller Schieflage


Auf den Kanarischen Inseln haben mehr Haushalte finanzielle Schwierigkeiten. Insbesondere auf den westlichen Kanaren-Inseln ist die Lage prekär.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Sieben von zehn Familien auf den Kanarischen Inseln sind finanziell angeschlagen. Das ist das Ergebnis des Sozio-Barometers der Kanarischen Inseln. Demnach erreichen nur 27,9 Prozent der Familien auf dem Archipel das Monatsende, ohne dauerhaft in finanzielle Schieflage zu geraten. Nur eine von 100 Familien gab an, keinerlei finanzielle Probleme zu haben.

Laut Erhebung der Nationalen Fernuniversität von Gran Canaria (UNED) gaben 27,2 Prozent der Befragten an, mit ihrem Haushalt zum Monatsende ab und zu in die “Roten Zahlen” zu geraten. Für 3,3 Prozent der Befragen sei es sogar “sehr schwierig”, mit ihrem Einkommen bis zum Monatsende durchzuhalten.

Das finanzielle Auskommen der kanarischen Haushalte nimmt der Studie zufolge ab. Denn im Vergleich zur Erhebung des Vorjahres sankt die Zahl derer, die das Monatsende ohne Probleme erreichen, um 3,9 Prozent. Besonders interessant ist zudem die Aufteilung nach Inseln.

Auf La Palma haben die meisten Kanaren-Familien finanzielle Schwierigkeiten

Die Erhebung basiert auf den Angaben von 3200 Haushalten der Kanarischen Inseln. Demnach ist La Palma die Kanaren-Insel, auf der die meisten Familien angeben, nur schwerlich über die Runden zu kommen. Der Anteil der Haushalte mit Problemen liegt dort bei 79,2 Prozent. Es folgt La Gomera mit 74 Prozent.

Demgegenüber stehen ganz andere Zahlen auf den östlichen Kanaren-Inseln. So geben auf Fuerteventura mit 31,9 Prozent deutlich weniger Familien an, mit ihrem Einkommen Probleme im Alltag zu haben. Auf Lanzarote liegt der Wert sogar nur bei 30,3 Prozent.

Kanaren: Im Westen sind Familien besonders unzufrieden mit ihrem Einkommen

Das Sozio-Barometer für die Kanarischen Inseln ließ die Studienteilnehmenden zudem ihre wirtschaftliche Lage im Vergleich zu anderen Haushalten der Kanarischen Inseln frei beurteilen. Dabei gab etwa die Hälfte an, sich im Durchschnitt zu sehen. Nur 11,5 Prozent wertete die eigene Lage als schlecht oder sehr schlecht.

Erneut stechen die westlichen Kanaren-Inseln als Negativ-Beispiel hervor. Denn auf El Hierro und La Gomera sahen sich die meisten Teilnehmenden als unterdurchschnittliche Verdiener. Demgegenüber hat sich die Zahl der Haushalte, die ihre wirtschaftliche Lage als schlecht oder sehr schlecht bezeichnen, im vergangenen Jahr verringert. Sie ging innerhalb von zwölf Monaten um 3,9 Prozent zurück.

20 Prozent der Befragten zeigte sich zuversichtlich, im kommenden Jahr besser gestellt zu sein. Derweil sorgen sich sieben Prozent der Teilnehmenden davor, 2024 schlechter da zu stehen.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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