Kanaren erwarten starke Sommer-Saison – und Probleme


Die Tourismusministerin der Kanarischen Inseln blickt zufrieden in Richtung Sommer-Saison. Auch die Arbeitgeber des Sektors sind prinzipiell positiv gestimmt. Doch es drohen Probleme.

Lesedauer: 3 Min.

Die Kanarischen Inseln verzeichnen von Woche zu Woche mehr ankommende Urlauber. Das bestätigen auch die Prognosen der Fluggesellschaften. Im Sommer rechnen die Airlines mit einer um rund 400.000 Flugsitze höheren Kapazität als vor der jüngsten Krise.

Auch die regionale Tourismusbranche sieht, angesprochen auf eine Prognose, einen „guten Sommer“ 2022. Die Touristenunterkünfte rechnen zumindest mit etwa den Zahlen von vor Corona.

Sowohl die Airlines als auch das Hotel- und Gaststättengewerbe sieht allerdings eine sinkende Rentabilität. Der Grund sei in der Inflation und allgemein steigenden Kosten begründet, heißt es.

Das kanarische Tourismusministerium blickt zuversichtlich auf die Sommer-Monate Juli, August und September. In Summe werden die Inseln durch die zusätzlichen 400.000 über eine Gesamtkapazität von etwa fünf Millionen Flugzeugsitzen verfügen.

Das bedeutet ein Plus von rund acht Prozent. Zum Vergleich: Auf nationaler Ebene wird zwar ebenfalls ein Wachstum prognostiziert, dort beträgt es jedoch nur etwa sechs Prozent.

Kanaren: Tourismusministerin sieht „dunkle Wolken am Horizont“

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Die Tourismusministerin der Kanaren, Yaiza Castilla, lobte zuletzt das „starke Engagement“ der Fluggesellschaften auf den Kanaren. Sie dämpfte jedoch zugleich die Erwartungen, als sie darauf hinwies, dass „Flugsitze keine Garantie für Touristen“ seien.


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Laut der Ministerin würden am Horizont dunkle Wolken stehen, die alle guten Voraussetzungen bedrohen können. Konkret verwies Castilla auf die allseits steigenden Preise und den Krieg in der Ukraine mit all seinen politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen.

Die Ministerin spricht von einem „außergewöhnlichen Flugplan“. Dieser übertreffe zwar den von 2019, doch es gebe „Unsicherheiten darüber, ob die Auslandsnachfrage und die der Halbinsel dem Angebot entsprechen werden“.

Auch der Präsident des Verbands für Gastgewerbe und Tourismus (FEHT), José María Mañaricua, blickt trotz der gestiegenen Kapazitäten vorsichtig auf den Sommer. Der Experte rechnet nicht damit dass es mehr Touristen als 2019 oder gar eine Vollauslastung der Betten geben werde.

Briten schicken die meisten Touristen auf die Kanarischen Inseln

Großbritannien wird im Sommer nicht nur der traditionell stärkste, sondern auch der am stärksten wachsende Reisemarkt sein. Der Urlaubssektor erwartet mehr als 14 Prozent Wachstum, was ein Plus von rund 190.000 Flugsitzen entspricht. In Summe werden in den drei Haupt-Sommermonaten 1,5 Millionen Briten erwartet.

Deutschland legt als zweitwichtigster Markt ebenfalls ein Plus hin. Die Kanaren erwarten rund 55.000 Passagiere mehr (+9,4 Prozent). Andere Reisemärkte, wie die Niederlande und Frankreich, werden in Summe um rund 19,8 Prozent wachsen, was ein Plus von 175.000 Reisebewegungen auf rund eine halbe Million Flugsitze bedeutet.

Lanzarote profitiert am stärksten vom Touristen-Wachstum

Nach Inseln erwartet Lanzarote das stärkste Wachstum. Das Plus von rund 400.000 Sitzplätzen für die Kanarischen Inseln schlägt sich dort mit 120.000 am deutlichsten nieder (+15,1 Prozent).

Dahinter folgen Gran Canaria mit knapp 80.000 zusätzlichen Flugsitzen (+6,8 Prozent), Teneriffa Süd mit 66.000 zusätzlichen Sitzen (+5,2 Prozent), Fuerteventura mit 64.000 (+11,5 Prozent), La Palma mit 24.000 (+38 Prozent) und Teneriffa Nord mit knapp 9000 zusätzlichen Sitzen (+1,8 Prozent).

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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