Im Januar: Raketen-Starts behindern Flug-Verkehr der Kanaren mehrfach


Gleich viermal wird der Luftraum über den Kanarischen Inseln gesperrt. Der Grund sind Raketen-Starts eines privaten Unternehmens in Großbritannien.

Lesedauer: 2 Minuten

Am Montag gelang der erste von vier privaten Raketen-Starts in Großbritannien. Für die Kanarischen Inseln hat das Folgen. Denn der Luftraum muss jedes Mal aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Hinter den Raketen-Starts steckt das Unternehmen „Virgin Orbit“. Es schießt mit einer Launcher-One-Rakete Satelliten ins Weltall. Erstmals geschehen: Am Montag um 22.16 Uhr kanarischer Zeit. Allein im Januar soll das Prozedere noch drei weitere Male durchgeführt werden.

Die Starts des Gespanns erfolgen in der Gegend von Cornwall im Südwesten Englands. Virgin Orbit setzt dazu eine modifizierte Boeing 747 ein, an der die eigentliche Rakete befestigt ist. Das Ziel ist es, Kleinsatelliten für sieben verschiedene Kunden des Unternehmens in die Umlaufbahn der Erde zu bringen.

In der Luft: Raketen werden von Boeing 747 abgeworfen

Das modifizierte Flugzeug trägt den Spitznamen „Cosmic Girl“. Es bringt pro Flug eine Rakete in mehr als 10.000 Meter Höhe. Über dem Atlantik wird die mit Satelliten beladene Rakete dann vom Träger-Flugzeug gelöst und startet in Richtung Umlaufbahn. Von Spanien aus kann das Gespann etwa zwei Minuten nach dem Start gesehen werden.

Die Mission trägt den Titel „Start Me Up“ und ist damit eine Anspielung auf das Lied der „Rolling Stones“. Es sollen verschiedene Nutzlasten für sieben Regierungs- und Geschäftskunden in eine sonnensynchrone Umlaufbahn gebracht werden. Zu den Kunden gehören das United States Naval Research Laboratory, das britische Verteidigungsministerium und verschiedene weitere Unternehmen, wie Horizon Technologies und Space Forge.

Flughafen Teneriffa-Süd unterbricht Betrieb wegen Raketenstarts

Die Starts beeinträchtigen auch den Flugverkehr der Kanarischen Inseln. Denn aus Sicherheitsgründen musste der Flughafen Teneriffa Süd am 9. Januar zwischen 22.16 Uhr und 00.16 Uhr des folgenden Tages gesperrt werden. Das soll sich am 13., 15. und 18. Januar wiederholen.

Die Flugsicherheit erklärte, dass die Sperrung des Luftraums eine Sicherheitsmaßnahme sei, falls es bei den Starts zu Problemen kommt. Diese betrifft auf dem kanarischen Archipel den Süd-Flughafen Teneriffas, da die anderen Airports um diese Uhrzeit bereits geschlossen sind.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zuhause und schreibt bereits seit vielen Jahren unter anderem über die Inseln.

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