Kanaren melden 131 neue Ausbrüche – meist über die Familie


Mit 131 neuen Corona-Herden ist die Zahl der Ausbrüche auf den Kanarischen Inseln weiterhin auf einem mittleren Niveau. Dennoch stimmen viele Werte im Kontext der Pandemie positiv. Das sind die aktuellen Infos.

Lesedauer: 3 Min.

Die Kanarischen Inseln registrieren auf mehreren Ebenen der Corona-Pandemie leichte Besserungen. Auch die Zahl der neuen Ausbrüche sank in der vergangenen Woche. Mit 131 lag sie um zehn neue Ausbrüche niedriger als im vorherigen Zeitraum. Wieder eine Woche davor waren es sogar 45 Ausbrüche mehr gewesen.

Von den neuen Herden betroffen waren zuletzt 613 Personen. Auch das bedeutete einen Rückgang. Im vorherigen Zeitraum waren es kanarenweit noch 669 Personen.

Zusätzlich zu den 131 neuen Ausbrüchen rechnen die Behörden 67 weiterhin aktive Herde. Von den neuen wurden mit 69 die meisten auf Gran Canaria registriert. Dennoch bedeutete auch dies einen Rückgang um fünf Ausbrüche.

Teneriffa folgt trotz einem Rückgang um drei mit den zweitmeisten Ausbrüchen (45) vor Fuerteventura mit elf (+3) und Lanzarote mit dreien sowie La Gomera und El Hierro mit jeweils einem.

Kanaren melden meiste Ausbrüche im Rahmen der Familie

Die meisten neuen Ausbrüche entstehen weiterhin im familiären Kontext. Zuletzt geschah dies in 55 Fällen. Bei familiären Ausbrüchen blieb die Zahl der Betroffenen zuletzt allerdings gering. In den meisten Fällen waren es fünf oder weniger.

Eine Ausnahme davon gab es beispielsweise in Granadilla de Abona auf Teneriffa, wo gleich 17 Personen, verteilt auf mehrere Häuser, betroffen waren. Dies war gleichzeitig der größte Ausbruch der Woche auf den Kanaren.

Im sozialen Umfeld gab es 34 weitere Herde. Drei davon standen im Zusammenhang mit Urlaubsreisen außerhalb der Kanarischen Inseln – einer mit sieben, einer mit vier und einer mit drei Betroffenen. Sie alle stammen aus Las Palmas de Gran Canaria.

Die dritte Gruppe umfasst mehrere Möglichkeiten, sich angesteckt zu haben. Die laut Bericht so genannten „sozial schwachen Gruppen“ machten 21 weitere Ausbrüche aus. Davon wurden 19 auf die Ankunft von Migranten zurückgeführt. Neun dieser Herde gibt es auf Fuerteventura, sieben auf Gran Canaria und drei auf Lanzarote. Diese Ausbrüche gelten als besonders leicht einzudämmen, da die Personen gemeinsam ankommen und umgehend separiert werden. Die weiteren drei Ausbrüche in dieser Gruppe wurden auf Gran Canaria registriert.

Mehrere Ausbrüche in Krankenhäusern und Altersheimen der Kanarischen Inseln

Im Rahmen der Arbeitsstelle gab es auf den Kanarischen Inseln weitere 13 Ausbrüche. Diese verteilen sich auf das Baugewerbe, die Gastronomie, den Handel und den Tourismus. Auf Fuerteventura erstreckte sich der Größte mit elf Personen auch auf die Familien Betroffener. Hinzu kommt ein neuer Corona-Herd im Bildungsbereich mit fünf Betroffenen.

Im Bereich der Gesundheit gab es zwei Ausbrüche im Mutter-Kind-Komplex des Universitätskrankenhauses. Einmal waren vier Mitarbeitende betroffen, einmal zwei sowie zwei Patienten.

Das Hospital Universitario de Canarias registriert einen Ausbruch mit zehn Personen, davon sieben Patienten und drei Mitarbeitende. Ein Ausbruch mit drei Personen wurde zudem in einer Seniorenresidenz auf Gran Canaria verzeichnet. Weitere Herde gab es in den Residenzen in Puertito de Güímar und in der Hauptstadt Santa Cruz auf Teneriffa. Im Bereich der häuslichen Pflege gab es einen weiteren Ausbruch. Davon betroffen sind drei Mitarbeitende auf Gran Canaria.

Kanaren: Zwei alte Ausbrüche wachsen weiter

Die weiteren neuen Corona-Herde konnten keinem Bereich zugeordnet werden. Sie erstrecken sich über mehrere Kategorien und blieben in den meisten Fällen bisher verhältnismäßig klein.

Die aus den Vorwochen weiterhin aktiven Herde klangen in den meisten Fällen ab. Einer davon wuchs von zwölf auf 19 Betroffene, ein weiterer von vier auf zehn Personen. Warum sich diese trotz Überwachung weiter ausbreiten konnten, ist bisher unklar.

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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