Krim-Krise schlägt auf Kanaren-Tourismus durch

In den vergangenen Jahren haben sich russische Gäste als wichtiger Wirtschaftsmotor für den Kanaren-Tourismus entwickelt. Hoteliers auf den Kanaren berichten nun jedoch von rückläufigen Buchungszahlen. Hintergrund ist die Krim-Krise.

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Russische Touristen kurbeln kanarische Wirtschaft an

Besucher aus Russland schätzen die Kanarischen Inseln für ihr ganzjährig mildes Klima und die niedrigen Preise. Zudem hat Luxus-Tourismus in Russland einen hohen Stellenwert eingenommen. Die Inseln im Atlantischen Ozean bieten beides im Einklang.

Durch die Krim-Krise sind aktuell viele Aktienkurse sehr volatil. Hinzu kommen veränderte Flugrouten und unklare Entwicklungen für Tourismus und Flugverkehr. All das lässt die Preise vieler Reiseangebote steigen. Die Regierungsverwaltung der Kanaren bestätigte inzwischen das Bauchgefühl vieler Gastronomen und Hoteliers. Anfragen und Buchungen aus Russland seien tatsächlich schlagartig zurückgegangen.

Während sich viele Kanarios ohnehin solidarisch mit den Betroffenen der politischen Anspannungen auf der Krim zeigen, hoffen inzwischen viele, besonders vom Tourismus abhängige Einwohner der Kanarischen Inseln, auch aus wirtschaftlichen Gründen auf ein Ende der Auseinandersetzungen.

Hintergründe zur Krim-Krise

Bei der Krim-Krise handelt es sich um einen bewaffneten, politischen Konflikt auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Ausgelöst wurde die Auseinandersetzung zwischen Russland und der Regierung der Autonomen Republik Krim im Februar. Sie ist ein Ausläufer der Euromaidan-Proteste und der daraus hervorgegangenen ukrainischen Übergangsregierung Jazenjuk.

In der Folge dieses Konflikts entstanden politische Spannungen zwischen der EU, den Vereinigten Staaten, weiteren westlichen Staaten und der Russischen Föderation. Deren Schwarzmeerflotte ist auf der Halbinsel stationiert. Teile dieser Auseinandersetzung werden auch auf dem Wirtschaftssektor ausgefochten.

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Veröffentlicht in: Kanaren, Aktuelle Nachrichten

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