Unwetter-Bilanz: Regen- und Sturm-Rekord auf Teneriffa

Die Unwetter über den Kanarischen Inseln haben sich wie vorhergesagt zu Anfang der Woche aufgelöst. Was bleibt, sind Niederschlag-Rekordwerte, genervte Touristen und dennoch überwiegend zufriedene Anwohner. Eine Bilanz.

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Das Unwetter über den Kanarischen Inseln hat Teneriffa am stärksten getroffen. Durch die stellenweise auf 1100 Meter abgesunkene Schneefallgrenze, waren mehrere Schneepflüge rund um den Teide sowie bei Artenara und Tejeda auf Gran Canaria im Dauereinsatz. Zumindest die Hauptstraßen wurden passierbar gehalten und festgefahrene Autos befreit. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Der stärkste Unwettertag wurde am Donnerstag gemessen. Besonders über Teneriffa regnete sich die Kaltluft-Front aus. Donnerstag und Freitag kumuliert, wurde im Nordosten Teneriffas mit 121 Litern Niederschlag pro Quadratmeter ein Rekordwert gemessen. 116 Liter waren es in La Laguna und 78 Liter Niederschlag am nahegelegenen Nord-Flughafen. Über La Palma gingen 52 Liter Niederschlag herunter und über La Oliva auf Fuerteventura 34 Liter.

Sturm-Rekord auf Teneriffa

Bei den Sturm-Messungen verhielt es sich ähnlich: Der Spitzenwert wurde auf dem Berg Izaña auf Teneriffa gemessen. Dort herrschten Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 129 Kilometern pro Stunde. Auf La Palma wurden 98 km/h gemessen und auf La Gomera immerhin noch 86 km/h.

Bei den Temperaturen erreichten Ende vergangener Woche die meisten Inseln nichtmal die 20-Grad-Marke. Nur wenn sich die Sonne zeigte, wurde es kurzzeitig angenehmer. Auf Teneriffas Nord-Flughafen (610 Meter ü.d.M.) wurde am Freitag eine Höchsttemperatur von grade mal 10,8 Grad Celsius gemessen. Auf dem Süd-Flughafen waren es bedingt durch mehr kurzzeitige Sonnenphasen immerhin 19,8 Grad. Auf dem Flughafen Gran Canaria stiegen die Temperaturen auf 16,4 Grad und auf Lanzarote wurden immerhin 17,5 Grad Celsius gemessen.

Während die Temperaturen für die meisten Kanaren-Touristen nicht für einen Strandbesuch genügten, zeigten sich die Anwohner überwiegend zufrieden. Bedingt durch einen ungewöhnliche trockenen Winter, waren die starken Niederschläge für Natur und Landwirtschaft ein Segen.

Seit Montag entspannt sich die Lage zusehends. Hier sehen Sie die aktuelle Wettervorhersage für Teneriffa, Gran CanariaFuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro.

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