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Dienstag, 28. Juli 2026
Kanaren

Wie die Kanaren zum Paradies für digitale Nomaden wurden

Die Kanaren locken immer mehr digitale Nomaden an. Was hinter dem Boom steckt und wie die Inseln davon profitieren.

Wer bei den Kanarischen Inseln noch immer nur an Strandurlaub und Sonnenanbeter denkt, liegt schon lange daneben. In den letzten Jahren ist aus der Region ein Anziehungspunkt für digitale Nomaden geworden, die aus aller Welt herkommen. Verantwortlich dafür sind eine gute Infrastruktur, niedrige Lebenshaltungskosten und nicht zuletzt das angenehme Klima, das ortsunabhängiges Arbeiten hier zum Vergnügen macht.

Die Coronapandemie hat die Art, wie weltweit gearbeitet wird, gehörig umgekrempelt. Homeoffice und das, was man „Remote-Arbeit“ nennt, gelten für viele Beschäftigte längst nicht mehr als Ausnahme, sondern als Normalfall. Wer an keinen festen Schreibtisch mehr gebunden ist, schaut sich nach Orten mit hoher Lebensqualität um. Genau das liefern die Kanaren, und dazu kommen europäische Sicherheit, politische Stabilität und ein Internet, auf das Verlass ist.

Vom Zuzug junger Fachkräfte aus aller Welt profitieren in erster Linie Gran Canaria, Teneriffa und la Palma. Coworking-Spaces schießen in hohem Tempo aus dem Boden, und Cafés mit Glasfaseranschluss gehören vielerorts ohnehin zum Standard. Auch dass man rasch ans europäische Flugnetz angebunden ist, zählt zu den Vorteilen. Weil zur mitteleuropäischen Zeit nur eine Stunde Differenz besteht, lässt sich obendrein die Zusammenarbeit mit Firmen auf dem Festland leichter organisieren.

Digitale Nomaden schätzen die Kanaren

In der Regel sind digitale Nomaden in der IT tätig, arbeiten als Designer, Berater oder als Unternehmer. Gebunden an einen Ort sind sie nicht, sie reisen viel und brauchen im Grunde nur einen Laptop, ein Headset für die Videokonferenzen und einen Zugang zum Internet. Manche bleiben für ein paar Monate auf einer der Kanaren-Inseln, ehe es sie weiterzieht. Ein wachsender Teil aber fasst den Entschluss, dauerhaft hierzubleiben.



Kanaren-Regierung fördert Remote-Arbeit

Welches Potenzial darin steckt, hat die kanarische Regierung erkannt und setzt deshalb auf die Ansiedlung digitaler Arbeitskräfte. Für Start-ups und für Unternehmen, die Remote-Arbeit möglich machen, gibt es steuerliche Anreize. Mehrere Programme wenden sich gezielt an die sogenannten „Digital Dreamers“, also an Menschen, die ihre berufliche Unabhängigkeit mit einem Leben an einem sonnigen Ort verbinden möchten.

Hinzu kommen eigens eingerichtete Informationsportale, die über Visa, Arbeitsgenehmigungen und Infrastruktur Auskunft geben. Immer mehr Gemeinden stellen leerstehende Gebäude bereit und lassen daraus moderne Arbeitszentren entstehen. Vor allem auf den kleineren Inseln wie La Palma oder El Hierro sieht man darin eine Gelegenheit, die örtliche Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

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