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Montag, 6. Juli 2026
La Palma

Vier Jahre nach Vulkanausbruch: Das plant La Palma jetzt mit der neuen Landschaft

Vier Jahre nach dem Vulkanausbruch auf La Palma will die Regierung der Kanarischen Inseln die entstandenen Landschaften dauerhaft schützen. Ein Gesetzentwurf sieht neue Schutzgebiete und eine Erweiterung des Naturparks Cumbre Vieja vor.

Vier Jahre sind seit dem Vulkanausbruch auf La Palma vergangen, und nun beschäftigt sich die Politik mit dem Schutz der Landschaften, die damals neu entstanden sind. Konkret hat die Regierung der Kanarischen Inseln ein Gesetzesvorhaben vorgelegt, mit dem der Naturpark am Cumbre Vieja deutlich wachsen soll.

Was der Ausbruch des Vulkans im Jahr 2021 an geologischen Veränderungen hinterlassen hat, will man auf Dauer sichern und in das bereits bestehende Netz geschützter Gebiete einfügen. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht dabei der Vulkankegel Tajogaite, der sich während der monatelangen Eruption gebildet hat.

Vorgesehen ist, diesen auffälligen neuen Vulkan zusammen mit seinen eruptiven Spaltensystemen und dem ausgedehnten Lavafeld in das Gebiet des Naturparks einzugliedern. Geschützt würde damit eine Landschaft, die erst vor wenigen Jahren durch die gewaltigen Naturkräfte entstanden ist und mittlerweile als einzigartiges geologisches Zeugnis gilt. Das sind die Pläne:

La Palma soll neue Naturschutzgebiete bekommen

Geplant sind außerdem zwei weitere Schutzgebiete, und zwar entlang der Küste. Gemeint sind die sogenannten Lavadeltas, die sich bildeten, als die glühende Lava ins Meer floss. Entstehen sollen die Reserva Natural Integral del Delta Lávico Norte Costa del Perdido und die Reserva Natural Especial del Delta Lávico Sur Costa del Guirre. Sie sollen jene empfindlichen Küstenabschnitte bewahren, die aus der Begegnung von Lava und Meer hervorgegangen sind.



In Summe kommen die drei neu geplanten Schutzflächen auf eine Größe von 309,5 Hektar. Mit dem größeren Naturpark und den zusätzlichen Reservaten möchte die Regionalregierung die jungen Vulkanlandschaften langfristig bewahren. Daneben sollen klare Regeln für deren Nutzung entstehen, sodass Natur, Forschung und mögliche Besucherinteressen nebeneinander Bestand haben.

Neues Schutz-Gesetz für La Palma kann öffentlich eingesehen werden

Das Vorhaben steckt gerade in einer wichtigen Phase des Gesetzgebungsverfahrens, denn der Entwurf liegt zur öffentlichen Einsicht vor. Zwanzig Werktage lang haben Bürgerinnen und Bürger, Organisationen sowie andere Institutionen Zeit, Stellungnahmen und Einwände vorzubringen. Sowohl den Entwurf als auch die Begründung des Gesetzes findet man über das Beteiligungsportal der Regierung der Kanarischen Inseln, wo sich ebenso Kommentare und Anregungen einreichen lassen.

Die Regionalverwaltung erklärt dazu, die Beteiligung der Öffentlichkeit solle dafür sorgen, dass unterschiedliche Perspektiven in die Ausarbeitung der endgültigen Regelung einfließen. Dem Verfahren liegen mehrere gesetzliche Grundlagen zugrunde, darunter Regelungen zur Bürgerbeteiligung und zum allgemeinen Verwaltungsverfahren in Spanien.

Die politischen Weichen für den Gesetzentwurf waren schon früher gestellt worden. Bereits am 23. Februar 2025 hatte die Regierung der Kanaren den Zielen und Prinzipien des Projekts grundsätzlich zugestimmt und damit den Weg für die Ausarbeitung des konkreten Gesetzestextes geebnet.

Dauerhafter Schutz für neue Teile von La Palma

Für die Kanaren hat das Projekt einen besonderen Stellenwert. Onán Cruz, der Generaldirektor für Raumordnung und territoriale Kohäsion, betrachtet es als entscheidenden Schritt, um die neuen Vulkanlandschaften sinnvoll einzubinden und sie zugleich dauerhaft zu schützen. Die Initiative solle, so die Regierung der Kanaren, sicherstellen, dass die außergewöhnlichen geologischen Strukturen erhalten bleiben und ihre Beziehung zur Umgebung sowie zu den lokalen Gemeinschaften geordnet wird.

Mit dem Vulkanausbruch auf La Palma war die Kanaren-Insel 2021 weltweit in die Schlagzeilen geraten. Wochenlang strömten Lava und Asche aus der Erde, rissen zahlreiche Gebäude und Infrastruktur mit sich und prägten die Landschaft nachhaltig um. Zugleich entstanden neue geologische Formationen, die heute wissenschaftlich wie landschaftlich von großer Bedeutung sind.

Mit dem erweiterten Naturpark und den neuen Reservaten will die Regionalregierung diese jungen Landschaften nun dauerhaft unter Schutz stellen und ihre Entwicklung über lange Zeit begleiten.

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