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Was „Warnstufe Gelb“ auf den Kanaren wirklich bedeutet

Warum viele Besucher die Küstenwarnungen falsch einschätzen und warum die Nordküsten der Kanarischen Inseln besondere Vorsicht erfordern.

Von Thomas Koch – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Die staatliche Wetterbehörde Aemet arbeitet mit drei Warnstufen für gefährliche Küstenphänomene: Gelb, Orange und Rot. Was viele Besucher jedoch nicht wissen: Diese Stufen sind nicht mit einer Ampel vergleichbar. Gelb bedeutet nicht „noch okay“, sondern „Gefahr möglich“.

An den Nordküsten der Kanarischen Inseln entspricht eine gelbe Warnung häufig einer Atlantikdünung von vier bis fünf Metern. Das sind Bedingungen, die selbst für erfahrene Rettungskräfte äußerst anspruchsvoll werden.

Viele Touristen interpretieren die Warnungen jedoch anders, wenn sie sie überhaupt zur Kenntnis nehmen. Wer aus dem Mittelmeerraum oder aus Binnenregionen kommt, verbindet Warnstufe Gelb oft mit moderater Vorsicht. Doch die Realität an der Atlantikküste ist eine andere:

Warnstufe Gelb ist auf den Kanaren ernstzunehmen

Die lange Dünung baut enorme Energie auf, die sich in einzelnen, deutlich höheren Kaventsmännern entladen kann. Diese Wellen erreichen die Küste oft ohne sichtbare Vorwarnung und können Menschen von Piers, Felsen oder niedrigen Uferbereichen ins Meer reißen.

Die Nordküsten der Kanaren sind aufgrund ihrer offenen Lage besonders exponiert. Die Atlantikdünung trifft hier ungebremst auf die Steilküsten, und die Topografie verstärkt die Wirkung einzelner Wellen zusätzlich. Selbst an Tagen, die optisch ruhig wirken, können einzelne Wellen deutlich über dem Durchschnitt liegen. Diese Dynamik ist für viele Besucher ungewohnt und schwer einzuschätzen.

Die Gemeinden reagieren bei entsprechender Lage regelmäßig und sperren exponierte Bereiche wie Piers, Naturpools oder Küstenwege. Diese Maßnahmen dienen nicht dazu, Touristen einzuschränken, sondern sind reine Sicherheitsvorkehrungen, da einzelne Kaventsmänner selbst an scheinbar ruhigen Tagen unberechenbar sein können.

Besonders Touristen unterschätzen die Wellen vor den Kanaren

Viele Unfälle entstehen, da Menschen Absperrungen missachten und die Gefahr unterschätzen. Die Warnstufen sollen Orientierung geben, ersetzen jedoch nicht die eigene Vorsicht. Gerade an den Nordküsten der Kanarischen Inseln gilt: Schon Gelb bedeutet, dass die See unberechenbar sein kann.

Wer Absperrungen respektiert und die Warnhinweise ernst nimmt, reduziert das Risiko erheblich. Wer sie missachtet und die Gefahr unterschätzt, bringt sich nicht nur selbst in Gefahr, sondern auch die Rettungskräfte.


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Über den Autor

Was „Warnstufe Gelb“ auf den Kanaren wirklich bedeutet

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Thomas Koch

Thomas Koch ist seit mehr als 50 Jahren Fotograf. Für Teneriffa News ist er mit der Kamera, aber auch mit Block und Stift unterwegs. Zum Autorenprofil von Thomas Koch.

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