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Abgeordnete warnt: Kanaren-Post vor dem Kollaps

Die Post auf den Kanarischen Inseln ist hoffnungslos unterbesetzt. Politisch wird vor einem Kollaps gewarnt.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Post auf den Kanarischen Inseln ist mit weniger als 50 Prozent der benötigten Personalstärke massiv unterbesetzt, etwa 300 zusätzliche Verträge pro Provinz werden benötigt.
  • Die Abgeordnete Cristina Valido warnt vor einem Kollaps des Postdienstes und fordert die spanische Regierung zum Handeln auf.
  • Ein neues Zustellsystem ohne Bezirkseinteilung verschärft die Lage, da es die geografischen Besonderheiten der Kanarischen Inseln nicht berücksichtigt.
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Das Weihnachtsgeschäft bringt die Post auf den Kanarischen Inseln regelmäßig an ihre Grenzen. Doch auch abgesehen von den saisonalen Herausforderungen sieht die Abgeordnete der Coalición Canaria im spanischen Parlament, Cristina Valido, einen Kollaps bevorstehen.

Die Politikerin forderte die spanische Zentralregierung dazu auf, Maßnahmen zur Sicherstellung eines funktionierenden Postdienstes auf den Kanaren zu ergreifen. Valido richtete eine schriftliche Anfrage an das Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität. Darin schilderte sie die Überlastung der Post auf den Inseln, die sowohl die Servicequalität als auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter beeinträchtige.

Die Abgeordnete erinnerte an den Streik vom 28. November in der Provinz Santa Cruz de Tenerife, der zu einem vollständigen Stillstand des Dienstes auf El Hierro und zur Schließung mehrerer Postfilialen auf Teneriffa führte. Sie warnte vor weiteren Streiks während der Weihnachtszeit, die die Wirtschaft und die Bereitstellung eines grundlegenden Post-Dienstes erheblich beeinträchtigen könnten.

Personalmangel belastet Kanaren-Post

Valido sagte, die Mitarbeiter würden vor allem eine Verstärkung der Personaldecke fordern, um der gestiegenen Arbeitsbelastung gerecht zu werden. Die bisherigen Neueinstellungen reichen laut Gewerkschaftsvertretern nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Die Abgeordnete warb um Verständnis, dass die Postdienststellen auf den Kanaren weniger als 50 Prozent der notwendigen Personalstärke aufweisen und dies kein Dauerzustand bleiben könne. Rund 300 zusätzliche Verträge pro Provinz seien erforderlich, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Diese Unterbesetzung trage zu einer der höchsten Abwesenheitsraten auf dem gesamten spanischen Staatsgebiet bei.

Spaniens Regierung soll Kanaren-Post retten

Valido äußerte auch Bedenken hinsichtlich eines neuen Systems zur Postzustellung, das die Abschaffung von Zustellbezirken vorsieht. Diese Umstrukturierung berücksichtige nicht die besonderen geografischen Gegebenheiten der Kanaren und verschärfe die Herausforderungen.

In ihrer parlamentarischen Initiative fragte Valido, ob die Regierung sich der Auswirkungen auf die Servicequalität bewusst sei und welche Maßnahmen geplant seien, um eine effektive und qualitativ hochwertige Verwaltung des Postdienstes zu gewährleisten. Die Abgeordnete hob die Dringlichkeit einer staatlichen Antwort hervor, um einen weiteren Verfall der Kanaren-Post zu verhindern.


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Über den Autor

Abgeordnete warnt: Kanaren-Post vor dem Kollaps

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Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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