Die Inselverwaltung von Teneriffa hat die Verbote wegen möglicher Waldbrände auf die gesamte Risikozone der größten Kanaren-Insel ausgeweitet. Die Entscheidung gilt seit Dienstag und ersetzt eine ältere Regelung vom 3. Juli. Verboten sind ab sofort unter anderem Grillen, offenes Feuer, Feuerwerk sowie das Rauchen auf Wanderwegen und in Erholungsgebieten.
Auslöser ist eine Warnung wegen erhöhter Waldbrandgefahr, die die Regierung der Kanaren ausgerufen hat. Verantwortlich für die Schritte ist das Ressort für Natur, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Notfälle der Inselverwaltung Teneriffas. Bis zum 3. Juli betrafen die Maßnahmen der Stufe 1 lediglich zwölf Gemeinden im Süden: Candelaria, Arafo, Güímar, Fasnia, Arico, Granadilla de Abona, San Miguel de Abona, Arona, Vilaflor, Adeje, Guía de Isora und Santiago del Teide. Teneriffa News berichtete bereits über den Kampf gegen Waldbrände auf Teneriffa mit Militär und Drohnen.
Hintergrund der Hochstufung ist der historische Waldbrand auf Teneriffa vom Sommer 2023, dessen Narben in den Berggipfeln noch immer gut sichtbar sind. Das Feuer brach in der Nacht zum 15. August in den Hochlagen von Arafo aus, vernichtete 12.273 Hektar überwiegend Kiefernwald und zwang rund 12.000 Menschen zur Flucht. Wie lange die neuen Einschränkungen gelten, hängt von der Dauer der Alarmsituation ab.
Waldbrand-Gefahr: Diese Verbote gelten auf Teneriffa
Untersagt ist das Entzünden von Feuer im Freien. Das schließt Lagerfeuer, Grillen, Kochstellen und Gaskocher ein, selbst in ausgewiesenen Erholungsgebieten. Das Rauchen ist in Campingzonen, Lagern, auf Forst- und Wanderwegen, Straßen, Aussichtspunkten und weiteren öffentlichen Infrastrukturen innerhalb der Risikozone ebenfalls streng verboten.
Zusätzlich untersagt ist das Abbrennen von Pyrotechnik sowie der Einsatz von Maschinen und Werkzeugen, die Funken erzeugen können, etwa Freischneider oder Winkelschleifer. Ausnahmen gelten nur in dringenden Fällen mit Genehmigung des Forstverwaltungsdienstes. Neu ist eine Ausnahme für Arbeiten mit Häckslern zur Beseitigung von Forstabfällen im Zuge der Restaurierung nach dem Großbrand von 2023. Diese Arbeiten gelten als wesentlich für die Erholung des Waldes.
Was auf Teneriffa trotz Waldbrand-Alarm erlaubt bleibt
Erlaubt ist das Befahren von Insel- und Gemeindestraßen. Eigentümer behalten Zugang zu ihren Grundstücken. Auch Forst- und Wanderwege dürfen genutzt werden, ebenso bleibt das Radfahren und Reiten erlaubt. Genehmigte Sportveranstaltungen sind zulässig, jeweils unter Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen.
Die Inselverwaltung rät dazu, Waldzonen während der Warnstufe möglichst zu meiden und auch abseits der Sperrzonen mit Zigaretten, Stromaggregaten, elektrischen Geräten und Pyrotechnik besonders vorsichtig umzugehen.
„Die Entwicklung der Wetterlage zwingt uns, die Präventionsmaßnahmen auszuweiten, um unsere Wälder zu schützen. Jede Unachtsamkeit kann sehr schwere Folgen haben“, sagte die auf Teneriffa für Natur und Sicherheit zuständige Blanca Pérez. Prävention sei das wirksamste Mittel gegen Waldbrände, die Mitarbeit der Bevölkerung dafür wesentlich.
















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