Tacoronte kommt nicht zur Ruhe. Die Gemeinde, in der bereits die Reblaus den Weinbau gefährdet, ist jetzt auch Schauplatz für eine Termiten-Plage. Das Gelände ist rund 200.000 Quadratmeter groß, umgerechnet entspricht das in etwa 28 Fußballfeldern.
Termiten kommen insbesondere in warmen Regionen vor. Die Insekten sind Teil der Schaben-Familie. Die zwischen zwei und 20 Millimeter langen Tiere ernähren sich häufig von Holz. Die Kanarischen Inseln mit ihrer Holz-Architektur fürchten die Insekten. Vorkommen werden sofort bekämpft.
Die neu entdeckte Termiten-Population liegt in La Caridad. Das Aktionsprotokoll wurde nun aktiviert. Damit beginnt die Bekämpfung der Termiten. Im ersten Schritt wurde eine Informationsveranstaltung für die betroffene Nachbarschaft abgehalten. Jetzt folgen die nächsten Schritte.
Termiten auf Teneriffa sollen schnell bekämpft werden
In Anwesenheit verschiedener Kommunalpolitiker und Schädlingsexperten ist in Tacoronte über die Lage beraten worden. Die Gelbfüßige Bodentermite der Gattung Reticulitermes Flavipes lebt unterirdisch und breitet sich dort überwiegend unsichtbar über Gänge aus.
Bei dem Treffen wurde über Luftkarten der genaue Fundort gezeigt. Nun soll mit einem Spezialunternehmen die Ausrottung geplant werden. Dazu müssen im nächsten Schritt alle Grundstückseigentümer ihre Zustimmung abgeben, dass die Schädlingsbeseitiger ihre Arbeit auf Privatgrund aufnehmen dürfen. Zudem müssen alle Nachbarn potenzielles Futter entfernen. Dazu gehört insbesondere Gehölz.
Betroffene Areale sollen mit Feuer bekämpft werden. Auch das Erhitzen des Bodens sei eine Option, hieß es. Alternativ können betroffene Bodenareale mit Pestiziden behandelt werden.
Aktuell suchen die Experten nach der besten Lösung für die Bekämpfung der Termiten im Norden Teneriffas. Die Arbeit soll in Kürze aufgenommen werden.














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Erst Reblaus, jetzt Termiten: Teneriffa muss riesiges Gelände säubern
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