Die Reblaus-Plage auf Teneriffa weitet sich aus. Noch nie ist der Schädling auf den Kanarischen Inseln vorgekommen, bis in diesem Jahr erste Fälle im Norden Teneriffas gemeldet wurden. Jetzt ist die Reblaus auch im Süd-Teil der Kanaren-Insel nachgewiesen worden.
Rebläuse werden nur 0,7 bis 1,4 Millimeter groß. Die eiförmigen Schädlinge greifen die Blätter und das Wurzelwerk europäischer Weinreben an. Durch das Anknabbern der Wurzeln werden die Reben nicht mehr mit ausreichend Wasser und Nährstoffen versorgt und sterben ab.
Ein einfaches Mittel gegen die Reblaus gibt es nicht. Daher gelten Reblaus-Plagen als existenzbedrohend für Winzer. Auf Teneriffa hoffte man lange Zeit, dass die Reblaus ihren Weg nicht vom betroffenen Norden bis in den Süden findet. Doch jetzt ist dort der erste Fall nachgewiesen worden.
Reblaus erreicht Süden Teneriffas
In Candelaria ist ein Verdacht bestätigt worden. Das teilte das für Landwirtschaft zuständige Ministerium der Kanarischen Inseln mit. Bislang waren Rebläuse vor allem rund um Tacoronte-Acentejo aufgekommen.
Die jüngste Entdeckung wurde bereits am 13. Oktober gemacht und als Verdachtsfall eingestuft. Untersuchungen bestätigten jetzt, was die Winzer in der Region befürchteten.
Die betroffenen Rebstöcke wurden entwurzelt und kontrolliert verbrannt. Im Anschluss wurden sämtliche Reben in einem Radius von 500 Metern kontrolliert. Bislang gibt es keine weiteren Verdachtsfälle.
Dennoch gilt die Reblaus als äußerst schwierig zu bekämpfen. Durch ihr geringes Gewicht verbreitet sie sich mit dem Wind von Pflanze zu Pflanze. Aber auch unterirdisch können sich die Schädlinge ausbreiten.
Teneriffa-Winzer fürchten um Identität ihres Weins
Am Mittwoch wurde in Candelaria eine Informationsveranstaltung für den Weinbau auf Teneriffa abgehalten. Die Winzer der Süd-Region Teneriffas wurden über die nächsten Schritte belehrt.
Eine Option im Kampf gegen die Schädlinge ist die Kombination resistenter amerikanischer Reben mit kanarischen Pflanzen. Dabei wird die Wurzel amerikanischer Weinreben genommen. Dann werden kanarische Pflanzen so befestigt, dass sie anwachsen. Der so entstehende Hybrid ist resistent gegen die Tiere. Allerdings befürchten viele kanarische Winzer um die Qualität und die Identität ihres Weins.
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Teneriffa-Wein bedroht: Reblaus erreicht erstmals auch Süden der Insel
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