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Sterne-Küche: Wie Teneriffa-Süd zum Gourmet-Paradies wurde

Teneriffa-Urlaub hat sich grundlegend verändert. Ging es früher um günstige Sonne, steht heute Luxus auf dem Programm. Das zieht auch Sterne-Restaurants an. Und die konzentrieren sich derzeit auf eine kleine Region. Noch.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 3 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Teneriffa steht bei Gourmets inzwischen hoch im Kurs. Touristen erleben dabei insbesondere den Süden der größten Kanaren-Insel als Hochburg für hervorragende Restaurants.

Allerdings befinden sich sämtliche Sterne-Restaurants auf Teneriffa inzwischen im Süden der Insel. Genauer: In den Gemeinden Adeje, Arona und Guía de Isora. Die Hotellerie erkannte, dass Gäste heute nicht nur Sonne und Strand suchen, sondern auch kulinarische Erlebnisse auf höchstem Niveau erwarten.

Laut Condé Nast ist das gastronomische Angebot inzwischen für drei von vier Urlaubern relevant, um sich für oder gegen eine Urlaubsregion zu entscheiden. Damit sind Restaurants wichtiger als die Natur (55 Prozent), die Kultur (48 Prozent) oder Wellness (44 Prozent). Wie das Teneriffas Hotellerie verändert:

Teneriffa stockt bei Sterne-Küche auf

Von Menüs in Sterne-Restaurants bis zu traditionellen Guachinchen und Bauernmärkten ist die Kulinarik für Urlauber auf Teneriffa inzwischen über alle Preisklassen verteilt (mit-)entscheidend. Und die Kanaren-Insel hat das Potenzial der Gastronomie erkannt.

Inzwischen liegen durch einige Wechsel alle Michelin-Restaurants in Hotels. Die Vielfalt der Küche ist groß. Lokale Produkte und traditionelle Rezepte stehen nicht immer im Mittelpunkt. Vielmehr bietet Teneriffa eine breite Auswahl, die von internationalen Einflüssen geprägt ist.

Kanaren: Vom Sterne-Restaurant bis zur einfachen Küche

Zwei Restaurants haben zwei Michelin-Sterne: Dazu gehört das „El Rincón de Juan Carlos“ der Brüder Jonatan und Juan Carlos Padrón im „Royal Hideaway Corales“ in Costa Adeje.

Außerdem hat auch das „M.B.“ zwei Michelin-Sterne. Die Küchenchefs Martín Berasategui und Erlantz Gorostiza setzen auf Teamgeist, Engagement und Innovation. Serviert werden baskisch inspirierte Speisen, abgerundet mit Familienrezepten.

Hinzu kommen fünf Restaurants mit einem Michelin-Stern. Das Taste 1973 von Diego Schattenhofer im Villa Cortés (Arona) würdigt die Inselküche und die Ursprünge Teneriffas. Das NUB von Fernanda Fuentes und Andrea Bernardi befindet sich im „Bahía del Duque“-Hotel in Costa Adeje. Es verbindet chilenische und italienische Einflüsse mit kanarischer Küche.

Außerdem wartet das „Donaire“ von Jesús Camacho im „GF Victoria“ in Costa Adeje auf Gäste. Dort wird Patisserie mit herzhafter Küche verbunden. Das Restaurant setzt auf innovative Geschmackserlebnisse.

Teneriffa: Sterneküche als Magnet für Luxus-Urlaub

Die beiden weiteren Sterne-Restaurants befinden sich im „Royal Hideaway Corales“: Das „San Hô“ unter Leitung von Adrián Bosh bietet eine kreative Weltküche mit Fokus auf die Kanaren. Und „Il Bocconcino“ von Niki Pavanelli interpretiert die italienische Haute Cuisine modern und progressiv.

Das „Haydee“ von Víctor Suárez, ehemals mit einem Michelin-Stern in La Orotava ausgezeichnet, will nach dem Umzug ins Hotel „Gran Tacande“ in Costa Adeje den Stern erneut erkochen.

Und genau das zeigt einen allgemeinen Trend: Hotels ziehen Sterne-Köche an. Dort gelten die Budgets als höher, da Gelder durch die Hotellerie querfinanziert werden können. Und so kann sich zumindest etwas befreiter von wirtschaftlichen Zwängen auf Sternejagd begeben werden. Dafür ist der Süden aktuell attraktiver, da die Dichte großer Luxushotels wesentlich höher ist.

Sterne-Küche derzeit nur im Süden von Teneriffa

Die aktuellen Rekordzahlen im Tourismus auf Teneriffa und die Sternegastronomie bedingen sich dabei. Offen bleibt hingegen ob sich weitere Spitzenköche auf der größten Kanaren-Insel niederlassen, oder ob es rein quantitativ bereits eine Sättigung gibt.

Das neu eröffnete „Taoro“-Hotel in Puerto de la Cruz will nach dem Abgang von Suárez aus La Orotava erneut kulinarische Maßstäbe im Norden der Kanaren-Insel setzen. Sollte es gelingen, schnell einen Stern nach Puerto de la Cruz zu holen, dürfte auch das benachbarte „Hotel Botánico“ unter Druck geraten. Die Spitzen-Gastronomie auf Teneriffa könnte dann auch wieder besser verteilt werden.


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Über den Autor

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Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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