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Teneriffa-Touristen ignorieren Wal-Schutzgebiet: Bis 60.000 Euro Strafe

Vor Teneriffa sind sieben Touristen gemeldet worden. Sie haben in einem Schutzgebiet den Abstand zu Walen missachtet. Wir zeigen das Video.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Die Anzeige ist raus! Vor Teneriffa haben sieben Touristen ein Schutzgebiet für Wale missachtet und sind trotz Verbots mit den Meeressäugern geschwommen. Die Strafe für derartiges Fehlverhalten liegt bei bis zu 60.000 Euro.

Die Guardia Civil hat bereits Ermittlungen aufgenommen. Diese werden über die Finanz- und Grenzschutzbehörde geleitet, da sich das ZEC-Schutzgebiet in den Gewässern vor der größten Kanaren-Insel befindet.

Ein Missachten der Schutzzone für Grindwale gilt als schwerwiegender Verstoß gegen die Umwelt-Auflagen der Kanaren. Die Geldstrafen sind je nach Schwere gestaffelt und erreichen in Extremfällen empfindliche Höhen.

Teneriffa-Touristen missachten Wal-Schutzzone

Der Vorfall ereignete sich bereits vor rund zwei Wochen. Doch erst jetzt kamen Videos davon ans Licht. Ein Clip tauchte in einer Whatsapp-Gruppe auf und erreichte so über Umwege und mit Verzögerung die Polizei auf Teneriffa.

In dem Clip zu sehen sind sieben Personen, die in unmittelbarer Nähe zu den Walen schwimmen. Als die Meeressäuger an den inzwischen als Touristen identifizierten Personen vorbei schwimmen, tauchen einige von ihnen unter, um die Tiere unter Wasser zu beobachten:

Die Guardia Civil ermittelte in der Zwischenzeit, dass die Gruppe ein Boot gemietet hatte und damit aufs Meer hinausgefahren war. Auf dem Trip entdeckten die Urlauber die Wale und sprangen zu ihnen ins Wasser.

Damit wurde ein Verstoß gegen den Königlichen Erlass 1727/2007 begangen. Er untersagt das Schwimmen und Tauchen mit den Tieren innerhalb einer Schutzzone ohne Ausnahme.

Touristen tauchen mit Walen – und hoffen auf Gnade

Die Freunde gaben an, das Gesetz nicht gekannt zu haben. Die Ermittler zeigten sich davon unbeeindruckt. Nach dem Prinzip „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“, wurde die Anzeige dennoch geschrieben.

Die Kanaren gelten als Europas Zone mit der größten Wal-Population. Der Schutz der Tiere werde streng bewacht und ernst genommen, hieß es. Wie hoch die Strafe ausfällt, wird nun aller Voraussicht nach ein Richter entscheiden müssen.


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Über den Autor

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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