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Gelbfieber-Gefahr: Wieder Zika-Mücken auf Teneriffa entdeckt


Erneut sind auf Teneriffa Zika-Mücken entdeckt worden. Die Behörden reagierten prompt. Wir beantworten die häufigsten Fragen zur Gelbfieber-Mücke auf den Kanaren.

Von Juan Martín Lesedauer: 3 Minuten

Das System zur Überwachung der Tigermücken hat auf Teneriffa erneut zugeschnappt. Daraufhin intensivierten die Behörden die Suche abermals. Die Aedes aegypti gilt als potenzielle Überträgerin verschiedener, gefährlicher Viruserkrankungen.

Das Gesundheitsministerium der Kanarischen Inseln hat die Suche nach der Tigermücke seit Monaten intensiviert. So sollen Exemplare, die beispielsweise mit dem Schiff oder durch Warenlieferungen auf die Kanaren gelangen, frühzeitig entdeckt werden. Nun schlug erneut eine der Fallen an.

Die Verantwortlichen meldeten, gleich drei weitere Exemplare der Gelfbfieber-Mücke auf Teneriffa entdeckt und gefangen zu haben. In diesem Jahr ging bereits in der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife ein solches Insekt ins Netz. Doch diesmal ist der Fall anders.

Hier wurden Tigermücken auf Teneriffa entdeckt

Denn die Behörde meldeten gleich drei ausgewachsene Exemplare in einem Gewächshaus in Tacoronte im Norden der Kanaren-Insel. Und das hat Folgen. Denn die Arbeit in dem Gewächshaus musste eingestellt werden, um keine Arbeiter zu gefährden.

Zudem wurde ein Schutzbereich eingezogen. Darin sollen Experten nun nach Brutstätten suchen, um zu verhindern, dass sich die Aedes aegypti auf Teneriffa ansiedelt und ungehindert ausbreitet.

Überträgt jede Tigermücke Krankheiten?

Die Behörden auf Teneriffa haben klargestellt, dass die Tiere potenziell Krankheiten übertragen können. Doch nicht jedes Exemplar trägt diese zwangsläufig in sich. Das Vorhandensein der Mücke bedeutet also nicht automatisch Gefahr für Anwohner und Besucher Teneriffas.

Brütet die Zika-Mücke auf den Kanaren?

Laut Behördenangaben wurden bislang keine Brutstätten gefunden. Dies erklärt auch, dass bisher stets Einzelfunde und keine ganzen Schwärme registriert wurden. Trotzdem gehen die Behörden nun der Frage nach, woher die drei gefundenen Exemplare stammen. Dazu wird in dem betroffenen Gebiet die Anzahl der aufgestellten Fallen  deutlich angehoben, teilten die Verantwortlichen mit.

Was machen die Kanaren gegen die Tigermücke?

Auf den Kanarischen Inseln wurden seit dem Jahr 2013 insgesamt 196 spezifische Fallen aufgestellt. Diese werden wöchentlich kontrolliert. Das bedeutet einen großen Aufwand. Warum dieser betrieben wird, erfahren Sie über den Link unten.

Können Bürger bei der Mückensuche helfen?

Es wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet. Die Behörden bitten alle Bürger, die glauben eine Tigermücke gesehen zu haben, den Fund umgehend mit genauem Standort und Kontaktdaten zu melden – am besten mit einem Foto. All das kann an die Mailadresse vectors.scs@gobiernodecanarias.org geschickt werden.

Woher stammt die Gelbfiebermücke?

Forscher gehen davon aus, dass die Aedes aegypti ursprünglich aus Afrika stammt. Vermutlich durch den Menschen sei sie in andere Teile der Welt geschleppt worden. Heute ist sie in den Tropen und Subtropen angelangt.

Experten glauben, dass die Mücke durch die Ausbreitung von Zuckerrohrplantagen ideale Lebensbedingungen vorfindet. Inzwischen werden entsprechend immer öfter auch in Südspanien, Griechenland und der Türkei Tigermücken entdeckt.

Welche Krankheiten überträgt die Tigermücke?

Nicht nur die namengebenden Viren können von der Gelbfieber-Mücke übertragen werden. Auch das Denguefieber, Zika oder Chicungunya gehören zu den potenziellen Krankheiten. Doch all diese Erreger müssen nicht zwangsläufig von den Tieren weitergegeben werden.

Wie sieht die Zika-Mücke aus?

Der Begriff der Tigermücke beschreibt das Insekt sehr gut. Die Aedes aegypti hat weiße Streifen auf ihrem ansonsten dunklen Rücken und Beinen. Die Tiere ernähren sich von Pflanzensäften. Als Energiequelle stechen die Weibchen den Menschen, um ihre Eier legen zu können. Sie benötigen vor allem das Eiweiß. Die Insekten sind kleiner als die üblichen, auf den Kanaren verbreiteten Mücken.

Wie sieht ein Tigermückenstich aus?

Die Aedes aegypti beißt meist tagsüber. Sie ist tendenziell weniger nachtaktiv. Die Tiere fliegen in Bodennähe. Ihr Summen ist im Regelfall nicht zu hören. Ein Biss erzeugt eine starke Entzündungsreaktion. Begleitet wird diese vom typischen Juckreiz.

Glauben Sie, von einer Tigermücke gebissen worden zu sein? Dann sollten Sie dringend die Gesundheitsbehörden informieren. Dort erhalten Sie weitere Instruktionen und Hilfe.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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