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Hantavirus-Schiff: Kanaren-Hafenarbeiter drohen mit Streik, das sagt die Politik

Hafenarbeiter auf Teneriffa drohen mit Blockaden der Häfen von Santa Cruz und Granadilla. Auslöser ist der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius", das auf der Kanaren-Insel andocken soll. Letzte Entscheidungen stehen aus.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Hafenarbeiter auf Teneriffa drohen mit Blockaden, falls das Kreuzfahrtschiff "Hondius" mit Hantavirus-Infizierten anlegt. Sie fordern umfassende Schutzmaßnahmen und klare Sicherheitsprotokolle.
  • An Bord der 'Hondius' starben drei Menschen, ein bestätigter und fünf Verdachtsfälle wurden gemeldet. Das Schiff soll voraussichtlich am Sonntag vor Teneriffa eintreffen.
  • Die Kanaren-Regierung erwägt, das Schiff auf Reede liegen zu lassen und Evakuierungen per Boot durchzuführen, doch auch dies lehnen die Hafenarbeiter ohne Gesundheitsgarantien ab.
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Hafenarbeiter auf Teneriffa haben angekündigt, die Häfen von Santa Cruz und Granadilla zu blockieren, sollte das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ mit Hantavirus-Infizierten an Bord anlegen wollen. Die Gewerkschaft hat für Freitag eine Demonstration vor dem Parlament der Kanarischen Inseln angesetzt.

Die Beschäftigten verlangen umfassende Schutzmaßnahmen und klare Sicherheitsprotokolle für alle, die an möglichen Anlege- oder Evakuierungsaktionen beteiligt wären. Hintergrund ist der akute Hantavirus-Ausbruch auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff, das zuletzt am 4. Mai vor Praia auf der kapverdischen Insel Santiago gesichtet wurde.

Hantavirus-Schiff auf dem Weg nach Teneriffa

In der Folge der Infektion starben laut Weltgesundheitsorganisation drei Menschen an Bord an einem schweren Atemwegssyndrom. Die WHO meldete bislang einen bestätigten und fünf weitere Verdachtsfälle an Bord. Zusätzliche Besorgnis löste der Fall einer KLM-Flugbegleiterin aus, die nach engem Kontakt mit einem der Opfer ins Krankenhaus musste und unter dem Verdacht einer Hantavirus-Infektion steht.

Die Hafenarbeiter fordern detaillierte Angaben zum Zustand an Bord sowie maximalen Eigenschutz, darunter Schlepper-Bereitschaft und persönliche Schutzausrüstung für die betroffenen Teams. Jeglichen Kontakt mit dem Schiff lehnen sie ab, solange kein umfassendes Sicherheitskonzept vorliegt.

Entscheidung über Hafeneinlauf auf Teneriffa noch offen

Der Präsident der Hafenbehörde von Santa Cruz, Pedro Suárez, sagte, dass ein Anlegen erst möglich sei, wenn neben den Empfehlungen der Gesundheitsbehörde auch die Freigabe der Maritimen Kapitänsdirektion vorliege. Die finale Entscheidung trage er allein, sagte Suárez, und er werde keinen Schritt ohne technische Gutachten unternehmen.

Das Schiff hat offiziell Hafeneinfahrt für Samstag, den 9. Mai, um 12 Uhr beantragt, wird jedoch voraussichtlich erst am Sonntag eintreffen. Wann und wo eine finale Entscheidung fällt, ist weiterhin offen.

Laut Kanaren-Präsident Fernando Clavijo besteht eine vorläufige Einigung zwischen der kanarischen Regierung und der Gesundheitsbehörde darin, das Schiff vorerst vor Teneriffa auf Reede liegen zu lassen und eine etwaige Evakuierung per Boot durchzuführen, ohne direkten Hafenbetrieb. Auch diesen Ansatz lehnen die Hafenkräfte ab, solange der Gesundheitsschutz nicht gewährleistet ist.

Hantavirus: Teneriffas Hafenarbeiter fordern mehr Transparenz

Bei der Protestaktion am Freitag wollen die Hafenarbeiter bessere Abstimmung mit Umwelt-, See- und Gesundheitsbehörden fordern. Das Netzwerk „Intersindical Canaria“ plant, den Flugtransport betroffener Passagiere als risikoärmere Alternative vorzuschlagen. Gewerkschaftsvertreter kritisieren ausbleibende Transparenz und beklagen gefährliche Informationslücken.

Das kanarische Gesundheitsministerium, die Hafenverwaltung und die WHO verfolgen die Lage weiter genau und kündigten an, sich über Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsrisikos abzustimmen.


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Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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