Ein Erdbeben der Stärke 2,1 hat sich am Sonntag rund 20 Kilometer vor der Küste von Teneriffa ereignet. Spaniens Nationales Geographisches Institut (IGN) zeichnete den Vorfall auf. Das Beben trat um 2.43 Uhr in der Nacht zu Montag auf. Der Herd lag elf Kilometer unter der Oberfläche. Das Europäisch-Mediterrane Seismologische Zentrum (EMSC) bestätigte die IGN-Messung.
Das nächtliche Beben fiel kräftiger aus als der Durchschnitt der jüngsten Aktivität. Das IGN verzeichnete binnen 30 Tagen 84 Erdstöße unter den und rund um die Kanaren. Das bedeutete 2,8 tägliche Erdbenen bei einer durchschnittlichen Stärke von 1,8. Die meisten dieser Beben blieben von Menschen unbemerkt.
Erst in der Nacht zu Mittwoch maß das Institut am Untersee-Vulkan Enmedio zwischen Teneriffa und Gran Canaria ein Beben der Stärke 2,0. Hinzu kommen zahlreiche Mini-Erdbeben und Erdbebenschwäre unter dem Teide.
IGN erwartet weitere Bebenschwärme am Teide auf Teneriffa
„Wir erwarten, dass es weitere Schwärme geben wird und dass einige Erdbeben zu spüren sein werden“, sagte Itahiza Domínguez, Leiter der IGN-Niederlassung auf den Kanaren, bereits vor einigen Wochen. Die Prognose spürbarer Erdbeben am Teide des Fachmanns stützt sich auf die fortlaufende Überwachung des Vulkans.
Die Kanaren sind vulkanischen Ursprungs, schwache Erdstöße gehören dort zum Alltag der Messnetze. Ein Erdbebenschwarm bedeutet nach Einschätzung von Seismologen und Geologen nicht automatisch eine höhere Gefahr, die Fachleute verfolgten die Entwicklung jedoch engmaschig. Das gilt auch für Beben vor der Küste Teneriffas.
Die Aktivität der vergangenen sieben Tage bewegte sich mit 16 registrierten Beben im üblichen Rahmen. Die Verwaltung der größten Kanaren-Insel hat wegen der jüngsten Schwärme am Teide dennoch zwei Notfallübungen zum Szenario eines Teide-Ausbruchs angekündigt, unter anderem in Guía de Isora und La Laguna:













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