Vulkan auf Teneriffa aktiver als normal – 59 Erdbeben in 30 Tagen


Zwischen Teneriffa und Gran Canaria sind am Wochenende erneut mehrere Erdbeben aufgezeichnet worden. Doch die drei Erdstöße an Samstag und Sonntag kamen nicht allein: In den vergangenen 30 Tagen wurden insgesamt 59 Erschütterungen aufgezeichnet. Außerdem stößt ein Vulkan auf Teneriffa aktuell mehrere Hundert Tonnen CO2 mehr aus als normal.

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Wie das nationale Geographische Institut (IGN) mitteilte, lagen die Erschütterungen im Bereich zwischen 1,5 und 3,3 auf der Richterskala. Eines der beiden Erdbeben vom Wochenende war dabei das stärkste der aktuellen Serie.

Am Samstag um 21.12 Uhr war die Erschütterung mit 3,3 auf der Richterskala zwischen Teneriffa und Gran Canaria gemessen worden. Das Epizentrum lag dabei näher an der Küste Teneriffas und in einer Tiefe von rund 38 Kilometern. Wenige Stunden später, am frühen Sonntagmorgen, waren dann nahe dem vorherigen Beben weitere Erschütterungen gemessen worden – diesmal mit einer Stärke von 2,7 (1.05 Uhr) und 2,5 (2.04 Uhr) auf der Richterskala.

Viele Vulkane der Kanarischen Inseln gelten bis heute als aktiv. Seismische Aktivitäten auf und rund um den kanarischen Archipel werden daher als normal eingestuft. Als spürbar gelten Erschütterungen ab 3,0 auf der Richterskala. Dennoch werden diese Aktivitäten in der Skala noch als „sehr leicht“ geführt.

Vulkan auf Teneriffa aktiver als normal

Das Instituto Vulcanológico de Canarias (Involcan), hatte zudem kürzlich berichtet, dass der Volcán Dorsal im Nordosten Teneriffas deutlich mehr CO2 ausstoße als zuvor. Demnach würden aktuell 1300 Tonnen CO2 pro Tag in die Atmosphäre abgegeben. Damit überstieg der Vulkan zuletzt den eigenen Mittelwert der vergangenen Jahre um rund 400 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Bisher hatte der Ausstoß zwischen 140 und 1100 Tonnen pro Tag gelegen. Die 1100 Tonnen CO2 seien dabei zuvor als Maximalwert gemessen worden.

Das Institut überwacht die  kanarischen Vulkane bereits seit 17 Jahren. Grund zur Beunruhigung bestehe laut den Experten nicht. Es gebe keine konkreten Anzeichen für einen drohenden Ausbruch, hieß es.

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