Teneriffa zeigt sich im Februar von seiner besten Seite. Die Mandelblüte setzt farbige Akzente in den Höhenlagen, Cafés sind gut besucht und das milde Wetter lockt viele Menschen ins Freie. Gleichzeitig läuft der Alltag weiter wie gewohnt, inklusive der regelmäßigen Staus auf der TF‑5, die für viele Anwohner längst zum täglichen Rhythmus gehören.
Während an der Oberfläche alles seinen gewohnten Gang geht, registrieren die Messnetze unter der Insel eine Phase erhöhter seismischer Aktivität. Seit Anfang Februar wurden in zehn bis zwölf Kilometern Tiefe bereits bis zu 2500 kleine Erdstöße gemessen. Die offiziellen Zahlen gehen auseinander, da die Seismizität an ein anhaltendes Rumoren erinnert und so einzelne Erdstöße schwierig von einander zu trennen sind.
Dazu kamen zuletzt drei seismisches Schwärme, Nummer sieben, acht und neun seit 2016. Die Behörden nahmen die Aktivität zum Anlass, das Vulkan-Notfallkommitee Pevolca zu einer Sondersitzung einzuberufen.
Der Teide auf Teneriffa ist ein aktiver Vulkan
Die Fachleute betonen deutlich, dass es keine Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch gibt. Die Signale sind schwach, für die Bevölkerung nicht spürbar und passen grundsätzlich in das bekannte Aktivitätsmuster des Teide.
Gleichzeitig gilt: Der Teide ist ein aktiver Vulkan, und ein aktives System bleibt nie völlig statisch. Dass es in größeren Zeitabständen zu seismischen Episoden kommt, ist normal und geologisch zu erwarten. Nichts deutet auf akute Gefahr hin, doch ebenso wenig darauf, dass eine Eruption grundsätzlich ausgeschlossen wäre. Das gehört zur Natur dieser Insel.
Die jüngsten Messungen zeigen, dass das vulkanische System unter Teneriffa derzeit aktiver ist als üblich. Nicht gefährlich, nicht alarmierend, doch messbar aktiv. Die bis zu 2500 Mikro-Erdstöße der vergangenen Tage und das ungewöhnlich lange seismische Signal belegen, dass im Untergrund Prozesse stattfinden, die Aufmerksamkeit verdienen.
Für viele Menschen, die auf Teneriffa leben oder überwintern, ist die größte Kanaren-Insel ein Ort der Stabilität. Ein Ort, an dem man sich schnell einrichtet und an dem vieles verlässlich ist. Gerade deshalb gerät leicht in Vergessenheit, dass die Insel nicht nur landschaftlich, sondern auch geologisch besonders ist.
Dass unter der Insel Magma zirkuliert, ist kein Grund zur Beunruhigung, doch es bleibt eine Tatsache, die im Blick behalten werden sollte. Die aktuelle Aktivität ist kein Warnsignal, sondern eine Erinnerung daran, dass die Insel lebt und sich bewegt, wie sie es seit Millionen Jahren macht. Teneriffa ist nicht nur eine Insel mit einem Vulkan, Teneriffa ist ein Vulkan.
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Teneriffa ist keine Insel mit Vulkan, Teneriffa ist ein Vulkan
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