Das IGN hat am Dienstag den nächsten Erdstoß vor El Hierro registriert. Um 21.32 Uhr kam es zum Erdbeben der Stärke 2,0 rund 20 Kilometer vor der Küste der Kanaren-Insel. Das spanische Nationale Geographische Institut zeichnete den Erdstoß, der inzwischen vom Euro-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) bestätigt wurde, in 30 Kilometern Tiefe auf.
Die Magnitude lag nahe am Mittel der vergangenen Wochen: 70 Beben zählte das Institut innerhalb der jüngsten 30 Tage unter und vor den Kanaren. Im Mittel waren das 2,3 Erdbeben pro Tag mit einer durchschnittlichen Stärke von 1,9.
In den vergangenen sieben Tagen zählten die Seismologen in der Kanaren-Region elf Erdbeben. Das war auf den gesamten Archipel gesehen sogar ein leichter Rückgang.
Teneriffa: Notfallübungen wegen seismischer Aktivität am Teide
In der vorigen Woche meldete das Institut ein weiteres Erdbeben der Stärke 2,2 vor El Hierro. Spürbar sind Beben dieser Größenordnung in der Regel jedoch nicht: Laut Seismologen beginnt dies bei einem Wert von etwa 3,0.
Mehr Aufmerksamkeit richtete sich zuletzt auf Teneriffa, wo die Inselverwaltung Notfallübungen ankündigte. Wegen der zunehmenden seismischen Aktivität rund um den Teide plant die Inselverwaltung von Teneriffa zwei Übungen für das Szenario eines Vulkanausbruchs. Die Verwaltung der größten Kanaren-Insel testet verschiedene Notfall-Szenarien in Guía de Isora und La Laguna.
Grund zur Sorge gebe es laut Forschern hingegen nicht: Die Kanaren sind vulkanischen Ursprungs. Dort gehören vor allem schwache Erdstöße zum Alltag. Unter dem Pico Viejo, einem Nebenvulkan des Teide, wiesen Forscher zuletzt eine große Magmakammer nach. Auch dort bedeutet eine Zunahme von Beben jedoch keine automatisch erhöhte Gefahr.
Vor Teneriffa gab es jedoch eine weitere Erdbeben-Serie: Zuletzt meldete das IGN binnen eines Tages 30 Kilometer nördlich von Punta del Hidalgo vor der Nordküste Teneriffas zahlreiche Erdbeben in unmittelbarer Nähe der Insel. Das stärkste fiel mit 3,6 sogar spürbar aus.
















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