Ein Erdbeben der Stärke 3,2 hat sich vor Fuerteventura ereignet. Das spanische Nationale Geographische Institut (IGN) registrierte den Erdstoß am Freitag um 5.06 Uhr. Das Epizentrum lag in 4 Kilometern Tiefe. Auch das Europäisch-Mediterrane Seismologische Zentrum (EMSC) wertet die Messdaten aus.
Für kanarische Verhältnisse war dieser Wert kräftig. Die durchschnittliche Stärke der Beben in der Region liegt bei 1,9. Binnen 30 Tagen registrierte der Archipel laut IGN 48 Erdstöße, das entspricht durchschnittlich 1,6 täglich. Zehn Beben verzeichnete die vergangene Woche, ein üblicher Wert.
Die Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs, schwache Beben gehören dort zum Normalzustand. Das IGN und das Vulkanologische Institut der Kanaren überwachen Seismik und Bodenbewegungen fortlaufend. Eine Häufung von Erschütterungen bedeutet nach Einschätzung von Seismologen und Geologen nicht automatisch eine erhöhte Gefahr. Die Fachleute beobachten derzeit besonders genau die Lage auf Teneriffa.
Teneriffa: Notfallübungen wegen seismischer Aktivität am Teide
Wegen zunehmender seismischer Aktivität rund um den Teide bereitet die Inselverwaltung von Teneriffa Notfallübungen für das Szenario eines Vulkanausbruchs vor. Die Verantwortlichen testen verschiedene Notfälle unter anderem in Guía de Isora und in La Laguna.
Unter dem Pico Viejo, einem Nebenvulkan des Teide, haben Forscher eine große Magmakammer nahe dem Teide nachgewiesen. Eine frühere Bebenserie nördlich von Punta del Hidalgo an der Nordküste ordnete das IGN dagegen tektonischen Ursachen zu. Mindestens zwei dieser Erdbeben vor der Nordküste Teneriffas waren an Land zu spüren.
Auch vor anderen Inseln meldet das Messnetz regelmäßig Bewegung. Vor El Hierro registrierten Seismologen zuletzt mehrfach Erdbeben vor der Küste El Hierros. Vor Lanzarote war eine Erschütterung sogar an Land spürbar.















«Fuerteventura meldet Erdbeben der Stärke 3,2 vor der Küste»
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