19 Tonnen Drogen: Polizei nimmt mehrere Kuriere vor den Kanaren hoch


Die Polizei hat am Wochenende gleich zwei Drogen-Transporte vor den Kanarischen Inseln gestoppt. Einer der beiden Fänge ging den Beamten durch Zufall ins Netz, die andere Operation war über Monate geplant worden.

Lesedauer: 2 Min.

19 Tonnen Drogen sind die Ausbeute der spanischen Polizei nach zwei Einsätzen vor der Küste der Kanarischen Inseln. Während der Operation „Avio“ observierten die Ordnungshüter mehr als vier Monate ein Drogenkartell. Am Freitag begann schließlich der Einsatz.

In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde der Fischkutter „Albatros Guard VSL“ etwa 170 Seemeilen südwestlich von Gran Canaria abgefangen. Die Beamten stürmten das Schiff und entdeckten rund 18 Tonnen Haschisch.

Nach bisherigen Angaben hatte die Operation ihren Anfang in Galizien genommen. Beamten war der Fischkutter aufgefallen, da er ohne die eigentlich benötigte Ausrüstung aufgebrochen war. Daraufhin wurde das Schiff observiert.

Beim Zugriff auf das unter panamaischer Flagge eingesetzte Schiff nahmen die Beamten mehrere Männer mit ukrainischer Staatsangehörigkeit fest. Die Drogen wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.

Kanaren-Polizei entdeckt Drogen-Boot auf der Suche nach Migranten

Am Sonntag spürten Beamte der Guardia Civil dann ebenfalls vor der Küste der Kanarischen Inseln eine weitere Tonne Haschisch auf. Die Ordnungshüter hatten ein verdächtiges Boot auf dem Radar entdeckt. Die Leitstelle entsandte daraufhin zur Kontrolle die Río Segura zum mutmaßlichen Aufenthaltsort des Bootes.

Das 73-Meter-Rettungsschiff passierte die Gewässer rund zwei Stunden, bis der Besatzung gegen 16.20 Uhr rund 35 Seemeilen vor der Küste von Gran Canaria ein Boot auffiel. Die Guardia Civil untersuchte es und entdeckte dabei 35 Ballen mit einem Gewicht von je rund 30 Kilogramm. In den Einheiten fanden die Beamten reines Haschisch.

Mitarbeiter der Guardia Civil übernahmen das Steuer und brachten das Boot schließlich zum Hafen von Arguineguín. Dort übernahmen gegen 23 Uhr Kolleginnen und Kollegen  der Einheit für organisierte Kriminalität und Drogenbekämpfung (EDOA). Die Experten wogen die Drogen und untersuchten deren Qualität. Sie errechneten für die 1050 Kilogramm einen Marktwert von knapp 1,8 Millionen Euro.

Ohne die Suche nach möglichen neuen Migranten-Booten, die derzeit von der afrikanischen Küste aus vermehrt die Kanarischen Inseln ansteuern, wäre das zweite Drogen-Boot der Vermutung nach nicht aufgefallen.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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