Einreise-Chaos auf Gran Canaria: Kontrollstellen-Kollaps am Flughafen


Der Herbst verspricht steigende Corona-Zahlen. Der Blick auf den Flughafen Gran Canaria macht entsprechend fassungslos. Wegen Personalmangels stauten sich am Wochenende ankommende Gäste. Zehntausende Touristen mussten durch acht Schalter geschleust werden. Experten kritisieren die Politik.

Lesedauer: 2 Min.

Die 3G-Kontrolle am Flughafen sollte für Kanaren-Touristen reine Formsache sein. Ein Impf-Nachweis, ein Genesenen-Nachweis oder ein aktueller Test berechtigen zur Einreise auf die Inseln. Durch den endlich wieder anziehenden Tourismus ist das für die Kontrollstellen am Flughafen planbar. Dennoch versagte die Organisation am Wochenende.

Auf Gran Canaria machten Bilder in sozialen Netzwerken die Runde, wie sich Touristen im Ankunftsbereich des Flughafen Gando gegenseitig auf den Füßen stehen. Ohne das passende Datum würde niemand glauben, dass es Bilder dieser Art inmitten einer Pandemie wirklich gibt. Der Grund für den Stau sei Personalmangel an den Ankunftsschaltern, heißt es.

Rund 52.000 Menschen mussten am Samstag durch nur acht Schalter geschleust werden. Da die Kontrollen jeweils einen kurzen Moment andauern, bildeten sich zunächst Schlangen. Daraus wurde eine Menschentraube und schließlich stauten sich die ankommenden Fluggäste im gesamten Ankunftsbereich:

Der Flughafenbetreiber sprach von einem zeitweisen Kollaps des Terminals. Auch am Sonntag soll es zu ähnlichen Bildern gekommen sein. Der Tourismusverband von Las Palmas de Gran Canaria fordert nun Lösungen, damit sich solche Bilder nicht wiederholen.


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Chaos auf Gran Canaria: Auch vor dem Flughafen kommt es zu Warteschlangen

Denn neu sind die Probleme nicht: Der Präsident des Verbands der Gastgewerbe- und Tourismusunternehmer (FEHT) von Las Palmas, José María Mañaricua, sagte, dass es bereits zwei Wochenenden gegeben haben soll, an denen es zu Problemen kam.

Schon da sei versucht worden, das Personal aufzustocken, doch das „war nicht ausreichend“, sagte Mañaricua. Er forderte nun, dass die regionale Regierung eingreift, um mehr Mitarbeiter für die Kontrollen am Flughafen von Gran Canaria bereitzustellen. Nur damit könne das Problem behoben werden.

„Das Image Gran Canarias leidet bei allen Passagieren, die ohne Mindestabstand warten müssen. Die Gesundheitsbehörden müssen dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden. Am Flughafen Gran Canaria bewirkt sie aber das Gegenteil“, sagte Mañaricua.

Nicolás Villalobos, Generaldirektor von beCordial Hotels & Resorts, verteidigte die Gesundheitskontrollen am Flughafen grundsätzlich, forderte jedoch Mittel, um dem tatsächlichen Andrang gerecht zu werden: „Es war bekannt, dass es eine hohe Nachfrage geben würde. Man muss die Anzahl der Schalter und das Personal verdoppeln oder verdreifachen“, sagte Villalobos.

Doch nicht nur im Terminal gab es Probleme mit dem wieder reaktivierten Massentourismus auf Gran Canaria. Mañaricua kritisierte das Verkehrsministerium dafür, dass sich vor dem Gebäude weitere Schlangen bildeten, da es seit der Pandemie nicht mehr ausreichend Taxis gebe.

Bis zum kommenden Wochenende können die Weichen neu gestellt werden. Dann sollen planmäßig 244 Flüge auf Gran Canaria landen. Mit Ausnahme der Inlandsflüge müssen erneut alle Passagiere durch die Kontrolle. Und spätestens vor dem Terminal treffen dann wieder alle Fluggäste aufeinander.

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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