Spaniens Streitkräfte verstärken ihre Präsenz auf den Kanaren. Ab Donnerstag beginnt auf La Gomera und El Hierro ein gezielter Militär-Einsatz. Die Maßnahmen sind Teil der sogenannten dauerhaften Operationen im Inland.
Die Armee will auf diese Weise ihre Präsenz in Friedenszeiten sichern und ausbauen. Im Fokus stehen dabei nicht nur die militärische Überwachung, sondern auch die sichtbare Verankerung im Alltag der Bevölkerung.
Ziel der verschiedenen Einsätze ist es, die Sicherheit auf den Inseln zu stärken und gleichzeitig „eine abschreckende Wirkung“ gegenüber potenziellen Risiken zu entfalten, heißt es. Was sich dahinter verbirgt:
Spaniens Militär will „abschreckende Wirkung“ erzeugen
Konkret werden Einheiten des Feldartillerieregiments 93 sowie des Pionierbataillons 16 eingesetzt, die gemeinsam im taktischen Verband auf den Kanaren agieren. Ihre Aufgabe besteht darin, sowohl zu Fuß als auch mit Fahrzeugen regelmäßige Patrouillen durchzuführen.
Die Präsenz in den öffentlichen Räumen soll dazu beitragen, frühzeitig auf mögliche Entwicklungen reagieren zu können und die Stabilität in den unter nationaler Souveränität stehenden Gebieten zu gewährleisten. Spaniens Militär sieht dabei insbesondere Außenposten wie die Kanarischen Inseln aufgrund der Abgeschiedenheit sicherheitspolitisch als neuralgische Punkte.
Spaniens Armee sucht Kontakt zum Volk
Neben den sicherheitsbezogenen Aufgaben legt das Militär besonderen Wert auf den direkten Kontakt mit der Zivilbevölkerung. So sind im Rahmen des Einsatzes mehrere öffentliche Veranstaltungen geplant. Auf El Hierro organisiert das Pionierbataillon 16 am Montag (20. April) eine Ausstellung militärischer Ausrüstung im Zentrum von Valverde.

Besucherinnen und Besucher erhalten dort die Gelegenheit, einen Einblick in Technik und Arbeitsweise der Truppe zu gewinnen. Einen Tag später wird auf La Gomera im Park Torre del Conde in San Sebastián eine feierliche Flaggenzeremonie durch das Feldartillerieregiment 93 abgehalten.
Diese Form der Bürgernähe ist ein wesentlicher Bestandteil der Annäherungsstrategie. Diese soll nicht nur Transparenz schaffen, sondern auch das Verständnis für die Aufgaben der Streitkräfte fördern. Wie das zuständige Kommando mitteilte, trägt der direkte Austausch mit der Bevölkerung dazu bei, Vertrauen aufzubauen und die Rolle der Armee im gesellschaftlichen Gefüge sichtbarer zu machen.
Kanaren: Armee-Präsenz soll in Krisenzeiten helfen
Gleichzeitig verfolgen die Einsätze einen langfristigen Ansatz: Durch die kontinuierliche Präsenz vor Ort gewinnen die Einheiten wertvolle Kenntnisse über die geografischen und sozialen Gegebenheiten der Kanaren. Diese Informationen seien entscheidend, um im Ernstfall schnell und angemessen handeln zu können, heißt es aus dem Kommandostand. Nach Angaben des Militärkommandos dienen die Maßnahmen somit nicht allein der aktuellen Sicherheitslage, sondern auch der vorausschauenden Planung.
Darüber hinaus spielt die Integration der Soldatinnen und Soldaten in die lokale Gemeinschaft eine zentrale Rolle. Die Armee verstehe sich nicht nur als Schutzinstanz, sondern auch als Teil der Gesellschaft. Das Ziel ist eine dauerhafte und vertrauensvolle Beziehung zwischen Militär und Bevölkerung.
Sehen Sie jetzt:
„Externe Bedrohungen“: Spanien sendet 500 Soldaten auf die Kanaren![]()















Leserkommentare zu:
„Abschreckende Wirkung“: Spaniens Armee verstärkt Präsenz auf den Kanaren
Diese Funktion ist unseren Mitgliedern vorbehalten. Hier finden Sie unsere Angebote.