Avocado-Preise auf den Kanaren: Das Kilo könnte bis zu 14 Euro kosten


Die Avocado-Preise auf den Kanarischen Inseln könnten in Kürze explosionsartig ansteigen. Das prognostiziert der zugehörige Verband. Was dahinter steckt.

Lesedauer: 3 Min.

Sie gilt als echte Super-Frucht und Lifestyle-Objekt: Avocados sind aus kaum einer Bowl, wie es in der Trendgastronomie heißt, mehr wegzudenken. Und auch als Zwischen-Snack bietet sich die Beere, wie es botanisch korrekt heißt, an. Doch die Preise für Avocados steigen – auf den Kanaren ganz besonders deutlich.

Waren etwa fünf Euro pro Kilogramm Avocado aus mitteleuropäischer Sicht auf den Kanaren noch bis vor kurzem ein echtes Schnäppchen, steigen die Preise dort nun merklich. Das prognostiziert der Fachverband.

Wenceslao Martínez, Präsident des Verbandes der Avocado-Produzenten der Kanarischen Inseln (ASGUACAN), sagt, dass „die Vermarktung von kanarischen Avocados leidet“. Was der Geschäftsführer von Agro-Rincón, einem großen Avocado-Produzenten auf Teneriffa damit meint, ist der düstere Ausblick auf die zu erwartende Preisentwicklung.

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Mindestens dieser Sommer werde für Avocado-Bauern und -Liebhaber auf den Kanarischen Inseln „düster“. Denn die Nachfrage sei ungebremst, während das Angebot deutlich zurückgegangen ist. Und das bestimmt nach den Gesetzen der Marktwirtschaft den Preis maßgeblich.

La Palma ist die Insel, die uns alle versorgt. Und das Szenario ist kompliziert“, sagt Martínez mit Blick auf den dortigen Vulkanausbruch. Dieser, zusammen mit einigen weiteren Naturphänomenen im Vorjahr, hätte „die Ernten im Westen der Insel stark beschädigt“.


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In der Folge rechnet die Industrie mit explosionsartig steigenden Avocado-Preisen: „Auf La Palma und Teneriffa sind sie schon jetzt hoch“, sagt Martínez. „Aber es ist klar, dass es im Juli und August noch schlimmer wird.“

Zu rechnen sei in den Sommermonaten mit Preisen „von zwölf, 13 oder sogar 14 Euro pro Kilo“, fährt der Experte fort und sagt:  „Das ist echter Unsinn!“

Avocados auf den Kanaren: Wann fallen die Preise wieder?

Normalisieren werde sich die Situation voraussichtlich ab November. Dann erwarte die Branche die neuen Ernten. Und diese würden besser ausfallen als die jüngsten. Gesetzt den Fall, dass keine weiteren deutlichen Natur-Phänomene auftreten.

In der Zwischenzeit müsse der Endverbraucher tiefer in die Tasche greifen oder verzichten. Beides sei auch für die Avocado-Bauern der Kanaren schwierig, schließt Martínez.

Ob das dem Avocado-Hype auf den Kanaren einen Abbruch tun kann, bleibt abzuwarten. Erwartet wird von Expertenseite, dass es – wenn überhaupt – einen kurzen Dämpfer gibt. In Restaurants sei hingegen mit steigenden Preisen zu rechnen.

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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