Ab Mittwoch sorgt Sturm über dem Atlantik für hohe Wellen auf den Kanarischen Inseln. Der spanische Wetterdienst Aemet gab eine Wellenwarnung der Stufe Gelb aus. Die Behörden der Kanaren bitten um Vorsicht.
Die Meteorologen warnen im Norden von Teneriffa und Gran Canaria sowie auf den gesamten Inseln La Palma, Lanzarote, Fuerteventura und El Hierro vor Wellen von bis zu fünf Metern Höhe. Lediglich La Gomera soll glimpflicher davon kommen. Dennoch wird auch dort um Vorsicht gebeten.
Laut Vorhersage des staatlichen Wetterdienstes liege die Wahrscheinlichkeit, dass Wellen dieser Höhe auf die Kanaren treffen, bei 70 Prozent. Entsprechend wichtig sei es, Warnungen sowie Warnbeflaggungen ernst zu nehmen.
Kanaren warnen vor Riesenwellen ab Mittwoch
Erst im November waren auf Teneriffa 17 Personen von Wellen ins Meer gespült worden, drei Menschen verunglückten tödlich. Wenige Wochen später wurden mehrere Personen aus einem Naturschwimmbecken ins Meer gezogen, erneut kamen vier Personen ums Leben.
Das Aemet warnt, dass insbesondere die Nordseiten der Inseln betroffen seien, es jedoch auch in den übrigen Gebieten ungemütlich werde. Dennoch würden die höchsten Wellen in diesen Gebieten erwartet.
Die Warnung beginnt ganz im Nordwesten der Kanarischen Inseln auf La Palma direkt nach Mitternacht am Mittwoch. Es folgen drei Stunden später El Hierro und Teneriffa. Ab 6 Uhr in der Nacht sind dann auch Gran Canaria und Lanzarote betroffen, ab 8 Uhr folgt Fuerteventura. Die Wellenwarnung hält sich den gesamten Mittwoch über und soll aller Voraussicht nach auch auf den Donnerstag ausgeweitet werden.
Insbesondere im Winter gelten Wellenwarnungen auf den Kanarischen Inseln als normal. Es wird dringend darum gebeten, die Hinweise ernst zu nehmen. Wellen und Strömungen entwickeln extreme Kräfte. Besonders Urlauber sind mit dieser Naturgewalt nicht vertraut: Sieben von zehn Betroffenen sind Touristen, meldet der kanarische Verband der Rettungsschwimmer.
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